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Oerlikon-Aktie schwächelt nach Börseneröffnung

Der Industriekonzern Oerlikon hat den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Trotzdem hatten die Aktien im frühen Handel einen schweren Stand.

Die Schriftzug des Industriekonzerns in Pfäffikon SZ. (Archiv)
Die Schriftzug des Industriekonzerns in Pfäffikon SZ. (Archiv)
Steffen Schmidt, Keystone

Der Industriekonzern OC Oerlikon schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach einem Verlust von 418 Millionen Franken im Vorjahr erwirtschaftete OC Oerlikon im Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn von 388 Millionen Franken.

Die Aktien von Oerlikon hatten im frühen Handel trotzdem kurzweilig einen schweren Stand. Gegen 9.30 Uhr notierten die Oerlikon-Titel noch 2,7 Prozent tiefer. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI stand zur Berichtszeit knapp im Plus.

Wichtigstes Segment auf Vorjahresniveau

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda erreichte 334 Millionen Franken, wie OC Oerlikon am Dienstag mitteilte. Das ist ein leichtes Minus von 1,2 Prozent. Auf Stufe Ebit belief sich der operative Gewinn auf 158 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr hohe Abschreibungen und Sonderfaktoren zu einem Minus von 306 Millionen Franken geführt hatten.

Beim Umsatz musste der Industriekonzern, bei dem der russische Oligarch Viktor Vekselberg Ankeraktionär ist, erneut einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Dieser sank im vergangenen Jahr um 12,7 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken. Begründet wird das Minus mit einem verlangsamten Wachstum in China, Unsicherheiten in der EU und den USA sowie Schwankungen der Rohstoffpreise.

Das wichtigste Segment Surface Solutions, mit dem OC Oerlikon mehr als sie Hälfte des Umsatzes einfährt, erzielte 2016 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Damit werde das Potenzial des Geschäfts und die Strategie des Konzerns bestätigt, sich auf Oberflächentechnologien und moderne Werkstoffe auszurichten, heisst es im Communiqué.

Anstieg des Umsatzes erwartet

Im Vergleich zum Vorjahr konnten Bestellungseingang und Umsatz in der wichtigsten Sparte leicht gesteigert werden. Diese Entwicklung basiert auf einer stabilen Nachfrage in den Schlüsselindustrien Automobil, Luftfahrt und Energieerzeugung sowie einem leicht positiven Trend in der allgemeinen Industrie und im Werkzeugbereich.

Im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen Anstieg von Umsatz und Bestellungseingang auf rund 2,5 Milliarden Franken, wobei die Profitabilität auf Vorjahresniveau liegen soll.

Auftragseingang erfreut Analysten

Der Industriekonzern hat mit seinem Jahresabschluss wohl die Erwartungen der Analysten gut erfüllt. Gelobt wird insbesondere der Auftragseingang. Mit Blick nach vorne drücken die geplanten Investitionen in die additive Fertigung aber auf die Profitabilität, was in den Prognosen der Analysten noch nicht angemessen berücksichtigt ist.

Die Analysten sprachen in ersten Kommentaren mehrheitlich von einem Ergebnis, das im Grossen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sei. Positiv hervorgehoben wurde der Auftragseingang. Die Erholung sei im vierten Quartal bestätigt worden.

Kurzfristig kursbelastend dürften nach Ansicht der Analysten die von Oerlikon angekündigten Investitionen in die additive Fertigung in Höhe von 300 Millionen wirken. Diese dürften die Profitabilität stärker als erwartet belasten. Als Folge müssen die Gewinnschätzungen für 2017 vermutlich leicht reduziert werden.

SDA/mch

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