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Orascom verliert im Ägypten-Chaos weitere Millionen

Das Chaos in Ägypten macht dem Unternehmen von Samih Sawiris schwer zu schaffen. Zwar fielen die Umsätze in den Hotels höher aus als vor einem Jahr, der Verkauf von Immobilien ging aber stark zurück.

Schwierige Zeiten: Der ägyptische Investor Samih Sawiris.
Schwierige Zeiten: Der ägyptische Investor Samih Sawiris.
Keystone

Der Immobilienentwicklungs- und Hotelkonzern Orascom hat in der ersten Jahreshälfte die anhaltend schwierige Lage in Ägypten zu schaffen gemacht. Vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) weist Orascom für die Hotels in Ägypten, Jordanien und den Arabischen Emiraten bei einem Umsatz von 72 Millionen Franken. denn auch ein Plus von 14,9 Millionen Franken aus. Weil aber die Zahl der Immobilienverkäufe im Oman und in Ägypten zurückging, resultierte in diesem Bereich bei einem Umsatz von 22,3 Millionen Franken ein Verlust vor Steuern und Abschreibungen von 8,1 Millionen Franken.

Alles in allem vermeldet Orascom, dessen Aktien seit Anfang 2011 über 85 Prozent an Wert verloren haben, fürs Halbjahr einen Reinverlust von 48,0 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte das Minus 27,3 Millionen Franken betragen. Der Umsatz fiel im ersten Semester um 10,3 Prozent auf 118,3 Millionen Franken.

Belastet wurde das Ergebnis neben dem Verlust in der Immobiliensparte auch durch ein Minus bei Andermatt Swiss Alps, der Gesellschaft, die das Resort in Andermatt baut. Die anhaltend schwierige Situation in Ägypten habe das Ergebnis negativ beeinflusst, teilte das Unternehmen mit. Zudem sei der hohe Verlust durch ein schwächeres Ergebnis bei Immobilien und Bau, durch Wechselkurseffekte und ein Minus der Andermatt Swiss Alps (ASA) zustande gekommen.

Kein Ausblick

Dort fiel ein Verlust von 7 Millionen Franken an. Dies sei aber ein buchhalterischer Effekt, da die Entwicklungsphase weiter laufe und einige Umsätze erst später realisiert werden könnten, sagte Orascom-Sprecher Till Leisner gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP.

Aufgrund der angespannten Lage in Ägypten und der jüngsten politischen Entwicklungen im nordafrikanischen Land gibt Orascom keinen konkreter Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Fest steht, dass die Reisewarnungen vieler Länder die Auslastung der Hotels von Orascom in Ägypten verringern wird.

Am Nachmittag wird sich Orascom-Verwaltungsratspräsident Samih Sawiris an einer Telefonkonferenz zur Lage in Ägypten äussern.

SDA/bru

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