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Die Wirtschaft macht, was die Politik seit Jahren nicht schafft.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt ganz besonders im Gesundheitswesen. Wer möchte nicht die bestmögliche Versorgung, wenn er sie braucht? Bis anhin mussten man sich in Sachen Qualität alleine auf die Empfehlung seines Arztes verlassen. Eine Qualitätsmessung von Ärzten und Spitälern und deren Veröffentlichung ist erst im Entstehen. Obwohl die Wahlfreiheit der Patienten seit mehr als zwanzig Jahren zum schweizerischen Gesundheitswesen gehört.

Die Politik schlägt sich seit langem ohne zählbares Ergebnis mit dem Thema Qualität im Gesundheitswesen herum. Gesundheitsminister Alain Berset, ganz Sozialdemokrat, wollte vor fünf Jahren ein nationales «Qualitätsinstitut» mit dreissig Mitarbeitern und 32 Millionen Franken Aufwand ins Leben rufen. Nach heftiger Kritik in der Vernehmlassung waren es noch «Qualitätsprogramme» mit vier Mitarbeitern und zwanzig Millionen Franken an Kosten, und noch jetzt, nachdem auch diese Idee vom Tisch ist, muss es nach dem Willen des SP-Bundesrates mindestens eine «Qualitätskommission» sein.

Direkter Nutzen für die Konsumenten

Wenn schon eine staatliche Ebene die Qualität im Gesundheitswesen prüfen muss, dann sind es die Kantone, die auch über die Zulassung von Ärzten entscheiden – und nicht der Bund. Während man in der Politik also anscheinend endlos über Strukturen debattiert, schaffen die Akteure im Gesundheitsmarkt Tatsachen.

Die Möglichkeiten, Leistungserbringer miteinander zu vergleichen, werden von Kassen, Verbänden und den spezialisierten Gesundheitsportalen laufend ausgebaut. Für die Konsumenten bringt diese Entwicklung einen direkten Nutzen, eine Entscheidungshilfe bei der Wahl ihres Arztes oder ihres Spitales.

Wenn Patienten Leistungen vergleichen und sich bewusst für Qualität entscheiden, werden jene Dienstleister belohnt, die sie auch liefern. Das ist mehr, als sie von der Politik je erwarten können.

Erstellt: 11.01.2019, 20:06 Uhr

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