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Peugeot war erst der Anfang

In Europas Autoindustrie droht weiteren Fabriken das Aus. Zehntausende Jobs dürften gestrichen werden. Wo es brennt – und warum.

Schickes Auto, schlechte Botschaft: Der Chef des Autokonzerns Peugeot-Citroën, Philippe Varin, kündigt das Aus eines Werks und den Abbau von 8000 Jobs an. (12. Juli 2012)
Schickes Auto, schlechte Botschaft: Der Chef des Autokonzerns Peugeot-Citroën, Philippe Varin, kündigt das Aus eines Werks und den Abbau von 8000 Jobs an. (12. Juli 2012)
Keystone
Die Belegschaft wird die Hiobsbotschaft nicht tatenlos hinnehmen: Arbeiter im Werk Aulnay bei Paris vor einem Transparent, das Kampfmassnahmen andeutet. (12. Juli 2012)
Die Belegschaft wird die Hiobsbotschaft nicht tatenlos hinnehmen: Arbeiter im Werk Aulnay bei Paris vor einem Transparent, das Kampfmassnahmen andeutet. (12. Juli 2012)
Keystone
Konkurrenz von Billiganbietern: Great-Wall-Chefin Wang Fengying bei der Einweihung der ersten chinesischen Autofabrik in Europa. (21. Februar 2012)
Konkurrenz von Billiganbietern: Great-Wall-Chefin Wang Fengying bei der Einweihung der ersten chinesischen Autofabrik in Europa. (21. Februar 2012)
Keystone
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8000 Jobs weg, ein Werk wird geschlossen, Produktionen verlagert: Was der französische Autokonzern Peugeot-Citroën gestern ankündigte, ist für Frankreichs Industrie ein schwerer Schlag – aber für die gesamteuropäische Branche wohl erst ein milder Vorgeschmack dessen, was noch kommt.

Knapp 13 Millionen Autos wurden 2011 in Westeuropa verkauft. Neuste Zulassungszahlen deuten darauf hin, dass der Absatz 2012 um rund sieben Prozent sinkt. Die Entwicklung in den verschiedenen Ländern geht allerdings deutlich auseinander: Während Deutsche auch dieses Jahr nochmals mehr Autos kaufen, bricht der Absatz in den südeuropäischen Ländern regelrecht weg. In Italien und Spanien gehen düstere Befürchtungen von bis zu einer Halbierung aus. Der Grund ist klar: Die Arbeitslosigkeit steigt, die Einkommen sinken, und der Staat kann – wegen leerer Kassen – auch nicht mehr helfen. Stützte vor Jahren noch die sogenannte Abwrackprämie den Autoabsatz, müssen jetzt Fahrzeugkäufer den ganzen Preis selber zahlen. Die Folge: Käuferstreik.

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