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Piloten drohen ab sofort mit Lufthansa-Streik

Flugpassagiere müssen sich auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Einen Tag im Voraus soll dabei konkret informiert werden.

2014 erfolgte die Warnung nur acht Stunden vorher: Eine Flotte der Lufthansa in München.
2014 erfolgte die Warnung nur acht Stunden vorher: Eine Flotte der Lufthansa in München.
Matthias Schrader, Keystone

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte heute Arbeitskampfmassnahmen bei Lufthansa und der Frachtsparte Cargo an. Mit den Ausständen sei «ab sofort» zu rechnen – Details würden jeweils 24 Stunden im Voraus mitgeteilt.

Die Billigtochter Germanwings soll zumindest vorerst nicht betroffen sein. Grund für die Streikankündigung sei das Scheitern der jüngsten Verhandlungen über die Vergütung der Piloten, erklärte die Gewerkschaft. «Seit mittlerweile mehr als fünf Jahren» habe es für die Cockpitbesatzungen keine Gehaltsanpassung mehr gegeben, «während Lufthansa im gleichen Zeitraum einen Gewinn von über fünf Milliarden Euro eingefahren hat».

Durch die Inflation sei die Kaufkraft der Piloten-Einkommen deutlich geschrumpft, beklagte die Vereinigung Cockpit. «Reallohnverzicht ist in Zeiten, in denen ein Unternehmen Gewinne schreibt, nicht akzeptabel», erklärte Gewerkschaftspräsident Ilja Schulz.

Die Lufthansa hatte der Vereinigung Cockpit nach eigenen Angaben heute Morgen eine Schlichtung für die Vergütungstarifverträge vorgeschlagen und zwei mögliche Schlichter ins Gespräch gebracht. Doch zu einem solchen Verfahren kommt es nun nicht.

Der Tarifstreit mit den Piloten der Lufthansa, von Lufthansa Cargo und Germanwings schwelt schon sehr lange. Im vergangenen Jahr war bereits eine Schlichtung gescheitert; mehrfach wurde gestreikt.

AFP/sep

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