Postfinance führt Negativzinsen für Privatkunden ein

Für Beträge, welche die Schwelle von einer Million Franken übersteigen, müssen Sparer künftig eine Gebühr von einem Prozent bezahlen.

Vorerst nur für Kunden mit mehr als 1 Million auf dem Konto: Postfinance Beratungscenter in Bern.

Vorerst nur für Kunden mit mehr als 1 Million auf dem Konto: Postfinance Beratungscenter in Bern. Bild: Keystone

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Als erstes grosses Schweizer Finanzinstitut führt die Postfinance Negativzinsen für ihre Privatkunden ein. Für Beträge, welche die Schwelle von einer Million Franken übersteigen, müssen Sparer künftig eine Gebühr von ein Prozent bezahlen.

Grund für die Einführung von Guthabengebühren sind laut einer Mitteilung vom Freitag die Giroguthaben von Postfinance bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Diese übersteigen die Freigrenze, weshalb die Bank im laufenden Jahr bereits mehr als 10 Millionen Franken Strafzinsen bezahlen musste.

Die SNB erhebt auf Giroguthaben, die die Grenze von 10 Millionen Franken überschreiten seit dem 22. Januar 2015 einen Negativzins von 0,75 Prozent. Postfinance ist erst die zweite Schweizer Bank, die die Negativzinsen an ihre Privatkunden weitergibt.

Bis anhin verlangte einzig die Alternative Bank Geld für Einlagen. Mit knapp 3 Millionen Kunden ist die Postfinance allerdings ein ungleich grösserer Player als die Alternative Bank mit lediglich 30'000 Kunden. Postfinance ist unter den Retailfinanzinstituten die Nummer fünf in der Schweiz. (kko/sda)

Erstellt: 11.11.2016, 11:20 Uhr

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