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Postfinance muss 100'000 Karten ersetzen

Weil sie im Ausland nicht funktionieren, muss die Postfinance 100'000 Bankkarten ersetzen. Betroffene erhalten eine neue Karte per A-Post.

Kommt nicht zur Ruhe: Postfinance muss fehlerhafte Bankkarten zurückziehen.
Kommt nicht zur Ruhe: Postfinance muss fehlerhafte Bankkarten zurückziehen.
Georgios Kefalas, Keystone

Die Postfinance kommt nicht zur Ruhe: Nach diversen IT-Pannen beim E-Banking hat das Unternehmen nun Probleme mit seinen Bankkarten. «Wir müssen rund 100'000 Postfinance-Cards, die zwischen Januar und April 2017 ausgestellt wurden, ersetzen», erklärt Sprecher Johannes Möri auf Anfrage von «20 Minuten». Der Grund dafür ist eine fehlerhafte Personalisierung der Karten, wodurch diese im Ausland nicht eingesetzt werden können.

In der Schweiz funktionierten die Karten dagegen einwandfrei, weshalb das Problem lange nicht aufgefallen sei. Die fehlerhaften Karten werden seit Mitte Mai schrittweise per A-Post ausgetauscht, so Möri. «Es sollten so alle Kunden vor den Sommerferien eine neue Karte haben, die auch im Ausland funktioniert», sagt er. Der Kartenersatz sei kostenlos, da der Fehler nicht bei den Kunden liege.

Was war los?

Doch was ist genau geschehen? Für die Personalisierung der neuen Postfinance-Karten seien zwei Schweizer Partnerfirmen verantwortlich. Aufgrund eines fehlerhaften System-Updates bei einem der Anbieter Anfang 2017 seien sämtliche Karten, die zwischen Januar und April 2017 durch diesen Anbieter personalisiert wurden, fehlerhaft. Sie könnten daher wie erwähnt im Ausland nicht eingesetzt werden.

Der Fehler war lange nicht aufgefallen, da er sich zufälligerweise gleichzeitig mit einem Fehler bei gewissen Visa-Bancomaten im Frühling 2017 ereignete. Bei diesen Geräten, die zum Beispiel in Spanien, Frankreich oder Deutschland verwendet werden, konnte während einiger Zeit auch mit korrekt funktionierenden Postfinance-Karten kein Geld abgehoben werden.

Fehler war nicht aufgefallen

«Da die allermeisten Ausland-Transaktionen mit der Postfinance-Card in diesen drei Ländern erfolgen, sind wir zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass das fehlerhafte Software-Update bei Visa der Grund für die Probleme sei», erklärt Sprecher Möri. Und weiter: «Deshalb empfahlen wir damals unseren Kunden, es bei einem anderen Geldausgabegerät noch einmal zu versuchen.» Erst nach und nach habe man festgestellt, dass nebst dem Problem von Visa auch ein Fehler bei den Postfinance-Karten vorlag.

Kunden, deren Karte im Ausland nicht funktioniert hatte und die sich deshalb bei Postfinance meldeten, sei die Karte bereits kostenlos ersetzt worden. Viele der betroffenen Kunden hätten den Fehler aber bisher noch gar nicht bemerkt, da ihre Karte in der Schweiz einwandfrei funktioniert.

Seit Anfang Jahr häufig Probleme

Vor allem der Postfinance machen seit Beginn des Jahres immer wieder technische Probleme zu schaffen. Zuletzt war das E-Banking am 1. und 3. Mai zeitweise ausgefallen. Im Januar konnten die Kunden gar während rund 24 Stunden nicht auf das Online-Banking der Postfinance zugreifen.

Übernommen von «20 Minuten» und bearbeitet von Tagesanzeiger.ch.

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