«Private dürften mehr von Datendiebstahl betroffen sein»

Tagesanzeiger.ch/Newsnet präsentiert morgen im Rahmen des Impact Journalism Day Projekte, die die Welt verbessern. Die Versicherung Axa Winterthur sagt, warum sie die Aktion unterstützt.

Positive Geschichten entdecken: Trailer zum Impact Journalism Day. Video: SparkNewsTv

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Eine Versicherung verdient ihr Geld mit Risiken. Warum engagiert sich die Axa Winterthur ausgerechnet für den Impact Journalism Day, an dem Chancen im Mittelpunkt stehen?
Versicherungen wollen dem Menschen ein unbeschwertes Leben ermöglichen, indem sie ihn langfristig vor Risiken schützen. Dies bringt aber auch die Verantwortung mit sich, das Wissen über Risiken und deren Prävention zu fördern und sich so nachhaltig für eine lebenswerte Umwelt und Gesellschaft einzusetzen. Genau diese Ziele verfolgt auch der Impact Journalism Day.

Hand aufs Herz: Auf die grossen Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Kriege, Wirtschafts- und andere Krisen – können die 100 eingereichten Projekte nur vergleichsweise kleine Lösungsansätze liefern...
Vieles, was heute bekannt oder erfolgreich ist, begann mit einer unkonventionellen, einzigartigen Idee. Oder anders gesagt: Wenn nur eines der 100 Projekte zu etwas Grossem heranwächst oder andere inspiriert, selbst aktiv zu einem positiven Wandel beizutragen, ist das Ziel des Impact Journalism Day erreicht.

Ihr Unternehmen kennt sich mit Gefahren aus. Um welches unterschätzte Problem sollten wir Schweizerinnen und Schweizer uns dringend kümmern?
Da denke ich an zwei sehr unterschiedliche – Cyber-Risiken und den Verlust an Biodiversität. Durch die zunehmende virtuelle Vernetzung und eine gewisse Sorglosigkeit dürften nach den Unternehmen vermehrt auch Private von Datendiebstählen betroffen sein. Bei der Biodiversität ist der Zustand alarmierend, hat die Vielfalt an Arten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt doch seit 1900 dramatisch abgenommen. Das Gefährliche daran ist, dass der Rückgang schleichend und wenig sichtbar voranschreitet, wir jedoch das subjektive Gefühl haben, bei uns sei doch noch vieles grün, die Landschaft schön.

Und wie kann dabei eine einzelne Firma ihren Beitrag leisten?
Jedes Unternehmen – ohne Ausnahme – kann sich überlegen, wie sich durch seine Geschäftstätigkeit positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft realisieren lassen. Ob der Bäcker seine unverkaufte Ware der Firma Äss-Bar überlässt, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, oder Unternehmen leichtere Verpackungs- und Fertigungsarbeiten durch Behindertenwerkstätten erledigen lassen – den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Bei alleine 560'000 Schweizer KMU käme so ein enormer kollektiver Impact zustande.

In einer Zeit, in der Kriege, Krisen und Terror die Schlagzeilen dominieren, haben es positive Nachrichten schwer. Welche Neuigkeit der letzten Monate hat Sie persönlich zuversichtlich gestimmt?
Positiv stimmt mich, dass in vielen Länder, zum Beispiel in Deutschland oder Australien, die Unternehmen sich selbst zusammenschliessen und die Politik zu mehr Klimaschutz und einem schnelleren Fortschritt bei der Gesetzgebung und deren Umsetzung auffordern. Nicht neu, aber immer wieder erwähnenswert ist meine Bewunderung für die Freiwilligen, die sich jahrelang in Vereinen und Organisationen für andere Menschen, die Umwelt und weitere gesellschaftlich relevante Themen engagieren.

Erstellt: 24.06.2016, 14:37 Uhr

Thomas Hügli

Der Leiter Kommunikation und unternehmerische Verantwortung bei Axa Winterthur warnt vor Cyber-Risiken und dem Verlust an Biodiversität.

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