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Prominenter Abgang bei der UBS

Der Hedge-Fund-Spezialist Rainer-Marc Frey wurde noch vor kurzem als potenzieller UBS-Präsident gehandelt. Nun verlässt er die Grossbank. Erstmals sagt die UBS, wie sie die Minder-Initiative umsetzen will.

Verlässt die Grossbank: UBS-Verwaltungsratmitglied Rainer-Marc Frey (hier auf einer Aufnahme von 2003) hat sich entschieden, aufgrund zusätzlicher beruflicher Engagements nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.
Verlässt die Grossbank: UBS-Verwaltungsratmitglied Rainer-Marc Frey (hier auf einer Aufnahme von 2003) hat sich entschieden, aufgrund zusätzlicher beruflicher Engagements nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.
Bloomberg
Der Hedgefonds-Spezialist wurde noch vor kurzem als möglicher Nachfolger für UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber gehandelt.
Der Hedgefonds-Spezialist wurde noch vor kurzem als möglicher Nachfolger für UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber gehandelt.
Steffen Schmidt, Keystone
Der Finanzexperte besitzt zudem eine Luxus-Villa in Bäch, Kanton Schwyz.
Der Finanzexperte besitzt zudem eine Luxus-Villa in Bäch, Kanton Schwyz.
Gaetan Bally, Keystone
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Rainer-Marc Frey wird an der nächsten Generalversammlung der UBS nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat antreten, das schreibt die Bank in einer Medienmitteilung. Der Hedge-Fund-Spezialist wurde noch vor kurzem als möglicher Nachfolger für Axel Weber gehandelt. Rainer-Marc Frey habe sich entschieden, aufgrund zusätzlicher beruflicher Engagements nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.

Frey war im Oktober 2008 in den Verwaltungsrat gewählt worden. Bekannt geworden war er unter anderem dadurch, dass er im Herbst 2008 mitten in der Finanzkrise und kurz nach seiner Wahl eine Million UBS-Aktien verkaufte. Die Bank lässt vorerst offen, ob Frey im Verwaltungsrat ersetzt werden soll. Dadurch verkleinert sich das Gremium um eine Person auf momentan noch elf Mitglieder.

An der Generalversammlung vom 7. Mai lässt die Grossbank die Aktionäre zudem über ihren konkreten Vorschlag dazu abstimmen. «UBS schlägt den Aktionären vor, jeweils über die Fixsaläre der Konzernleitung für das Folgejahr und über die Vergütung des Verwaltungsrates für die Zeitperiode bis zur nächsten Generalversammlung zu befinden», schreibt die Grossbank in der Mitteilung.

Über Boni erst im Nachhinein abgestimmt

Während diese Lohnbestandteile im Vornherein abgesegnet werden sollen, soll über die Boni im Nachhinein abgestimmt werden: «Über die variable Vergütung der Konzernleitung sollen die Aktionäre hingegen jeweils auf der Basis der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres abstimmen können», heisst es weiter.

Das bedeutet, dass an der Generalversammlung 2015 über die variable Vergütung für das Jahr 2014 abgestimmt wird. «Mit unserem Vorgehen wollen wir sicherstellen, dass Aktionäre ihre Entscheide auf der Grundlage gesicherter Informationen und des effektiv erzielten Ergebnisses treffen können», wird UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber zitiert.

Unklar ist noch, wann die Zuteilung der Boni erfolgen wird. Bisher erfolgten die Zuteilungen der variablen Vergütung an die Konzernleitung zwischen Ende Februar und Anfang März. Wie dies in Zukunft gehandhabt werde, ist laut UBS noch offen. Gemäss einer Sprecherin werden verschiedene Optionen geprüft.

Die bindenden Abstimmungen zu den Vergütungen von Verwaltungsrat und Konzernleitung werden erstmals an der Generalversammlung 2015 durchgeführt.

SDA/kle

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