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Qantas verklagt Airbus wegen Schreckensflug

Ein Qantas-Flugzeug stand bei einem Flug vor zwei Jahren mehrmals vor dem Absturz. Nun soll der Hersteller dafür büssen.

Das Flugzeug stand mehrmals kurz vor dem Absturz: Airbus der Fluggesellschaft Quantas.
Das Flugzeug stand mehrmals kurz vor dem Absturz: Airbus der Fluggesellschaft Quantas.
Keystone

Vor zwei Jahren sackte ein Qantas-Flugzeug als Folge einer technischen Panne kurz hintereinander zwei Mal in die Tiefe, bevor es die Piloten wieder auf Kurs bringen konnten - nun gehen damalige Passagiere und Crewmitglieder rechtlich gegen den Hersteller Airbus vor.

Der Anwalt Floyd Wisner sagte am Montag der Nachrichtenagentur AFP per Telefon aus den USA, er verlange Entschädigungen in Millionenhöhe von Airbus sowie dem US-Konzern Northrop Grumman als Lieferanten elektronischer Komponenten für die Maschine. Wisner vertritt nach eigenen Angaben 76 damalige Fluggäste sowie Crewmitglieder des Unglücksfluges, der mit einer Notlandung auf einer entlegenen australischen Luftwaffenbasis endete.

Mehrmaliges Absacken

Der Airbus A330-300 der australischen Fluglinie Qantas befand sich am 7. Oktober 2008 auf dem Weg von Singapur zum australischen Perth in einer Flughöhe von knapp 12'000 Metern, als der Autopilot aussetzte und die Maschine mit der Spitze nach unten stürzte. Das Flugzeug sackte rund 200 Meter ab, bevor die Piloten den Sturzflug stoppen konnten.

Nachdem die Maschine wieder die normale Flughöhe erreicht hatte, sackte sie erneut ab, diesmal etwa 130 Meter, bevor die Piloten sie erneut auf Kurs brachten und die Notlandung einleiteten. Bei den Sturzflügen wurden Insassen und Gepäckstücke wild durch die Kabine geschleudert. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt, sie erlitten unter anderem Knochenbrüche, Schnittverletzungen und Wirbelsäulenverletzungen.

Einige seiner Mandaten hätten sehr schwere körperliche und psychische Schäden davongetragen, sagte Wisner. Die Summe seiner Entschädigungsforderungen wollte er nicht genau beziffern. Bei den besonders schwer Geschädigten seien in jedem Einzelfall jedoch Summen von mehreren Millionen US-Dollar anzusetzen. Sollte es zu keiner Einigung mit den Unternehmen kommen, erwarte er, dass der Fall innerhalb von zwei Jahren in den USA vor Gericht lande, fügte der Anwalt hinzu.

AFP/mrs

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