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Raoul Weil plädiert auf «nicht schuldig»

Der frühere UBS-Spitzenbanker wird von den USA beschuldigt, US-Bürgern bei der Umgehung der Steuerpflicht geholfen zu haben. Vor Gericht hatte der Angeklagte heute jedoch nur einen kurzen Auftritt.

Plädiert auf nicht schuldig: Der ehemalige UBS-Manager Raoul Weil. (7. Januar 2014)
Plädiert auf nicht schuldig: Der ehemalige UBS-Manager Raoul Weil. (7. Januar 2014)
AP Photo/J Pat Carter
Weil wurde von Italien an die USA ausgeliefert: Polizeifoto des früheren UBS-Bankers (Broward Sheriff's Office in Fort Lauderdale, Florida). (13. Dezember 2013)
Weil wurde von Italien an die USA ausgeliefert: Polizeifoto des früheren UBS-Bankers (Broward Sheriff's Office in Fort Lauderdale, Florida). (13. Dezember 2013)
Reuters
Bis 2008 war Weil Chef der globalen Vermögensverwaltung der UBS.
Bis 2008 war Weil Chef der globalen Vermögensverwaltung der UBS.
UBS, Keystone
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Der in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte frühere UBS-Spitzenbanker Raoul Weil hat vor dem zuständigen Bundesgericht in Florida auf «nicht schuldig» plädiert. Der Prozess wird im Februar vor dem zuständigen Gericht stattfinden. Richter James Cohn gab bekannt, der zweiwöchige Prozesses sei auf den 18. Februar angesetzt.

Aaron Marcu, dem Hauptanwalt Weils, zufolge hat sein Klient jegliches Fehlverhalten konsequent abgestritten. Er erwarte, dass Weil freigesprochen werde. Im Falle einer Verurteilung drohen Weil bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Vorerst auf freiem Fuss

Der 54 Jahre alte Weil war im Oktober verhaftet worden, als er mit seiner Frau im italienischen Bologna in einem Nobelhotel Ferien machte. Nach fast zwei Monaten im Gefängnis wurde er im Dezember an die USA ausgeliefert, die ihn 2008 angeklagt und 2009 international zur Verhaftung ausgeschrieben hatten.

Weil ist zum zweiten Mal seit seiner Auslieferung aus Italien vor dem Bundesgericht in Fort Lauderdale erscheinen. Bei seinem letzten Erscheinen, am 16. Dezember, war ihm gewährt worden, gegen eine Kaution in der Höhe von 10,5 Millionen Dollar vorerst auf freiem Fuss zu bleiben.

Vollkommen ungerechtfertigt

Die US-Behörden werfen Weil vor, zwischen 2002 und 2007 rund 17'000 reichen US-Bürgern dabei geholfen zu haben, Vermögen im Wert von 20 Milliarden Dollar vor dem Fiskus zu verstecken. Sein damaliger Arbeitgeber UBS konnte sich 2009 mit der Zahlung von 780 Millionen Dollar und der Lieferung von rund 4500 Kundennamen von einer Strafverfolgung freikaufen und ist nicht weiter betroffen.

Weil, der 2008 bei UBS ausschied, ist der ranghöchste Manager einer Schweizer Bank, der in der US-Steueraffäre vor Gericht gestellt wird. Seit die Vorwürfe gegen ihn auf dem Tisch sind, liess Weil wiederholt durch seine Anwälte erklären, er sei unschuldig und die Vorwürfe gegen ihn seien vollkommen ungerechtfertigt.

SDA/ajk

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