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Ratingagentur straft Italien ab

Nach den chaotischen Wahlen in Italien hat eine erste Ratingagentur die Konsequenzen gezogen: Fitch senkt die Kreditwürdigkeiten des Landes um eine Stufe.

Der Ausblick der italienischen Wirtschaft wird mit negativ bewertet: Kolosseum in Rom. (Archivbild)
Der Ausblick der italienischen Wirtschaft wird mit negativ bewertet: Kolosseum in Rom. (Archivbild)
Keystone

Erstmals seit den Parlamentswahlen in Italien hat eine grosse Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft. Die US-Agentur Fitch teilte heute mit, die Bewertung Italiens sei von «A-» auf «BBB+» heruntergesetzt worden. Zudem werde der Ausblick mit negativ bewertet, hiess es weiter.

Als Begründung für die Herabstufung der Bonität nannte Fitch den «wenig klaren Ausgang» der Parlamentswahl vom 24. und 25. Februar. Aus diesem Grunde müsse die Bildung einer stabilen Regierung als unwahrscheinlich gelten. Italien befinde sich zudem bereits heute in einer Rezession.

Wahl als negatives Element

Fitch verwies auf die jüngsten Statistiken, wonach die Wirtschaftsleistung Italiens im Jahr 2012 um 2,4 Prozent schrumpfte. Für 2013 wird mit einem weiteren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent gerechnet.

Die US-Ratingagentur Moody's hatte Ende Februar erklärt, der Wahlausgang sei ein «negatives Element» bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit Italiens. Die Agentur Standard and Poor's hatte mitgeteilt, sie sehe keine «unmittelbaren» Auswirkungen der politischen Ungewissheit auf die Bonität des Landes.

AFP/mrs

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