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Razzien bei Baufirmen im Unterengadin

Die Wettbewerbskommission untersuchte die Büroräumlichkeiten mehrerer Unternehmen. Sie habe Hinweise auf Absprachen im Hoch- , Tief- und Strassenbau erhalten.

Hinweise auf Absprachen: Baustelle in Scuol. (Archivbild)
Hinweise auf Absprachen: Baustelle in Scuol. (Archivbild)
Keystone

Die Wettbewerbskommission ermittelt gegen Baufirmen wegen Wettbewerbsabsprachen im Unterengadin. Gestern und heute durchsuchte sie die Büroräumlichkeiten mehrerer Unternehmen.

Die Untersuchung wurde am Mittwoch eröffnet, wie Weko-Direktor Rafael Corazza heute gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Zuvor hatte der Baukonzern Implenia bereits mitgeteilt, dass seine Niederlassung in Zernez GR durchsucht worden war.

Das Unternehmen kooperiere mit den Behörden. Parallel zu den Weko- Ermittlungen habe Implenia ausserdem eine interne Untersuchung eingeleitet, sagte Mediensprecher Philipp Bircher auf Anfrage.

Hinweise von unbekannt

Die Weko habe Hinweise auf Wettbewerbsabsprachen im Hoch- und Tief- und Strassenbau im Unterengadin erhalten, sagte Corazza. Woher die Hinweise kamen, sagte er nicht.

Wie es in einer Medienmitteilung heisst, dienten die Absprachen unter den Unternehmen dazu, die Zuteilung von Ausschreibungen zu koordinieren sowie Bauprojekte und Kunden aufzuteilen. Genauere Angaben dazu machte Corazza nicht. Auch liess er offen, gegen wie viele Unternehmen ermittelt wird.

Heute will die Weko die Durchsuchungen der Büroräumlichkeiten abschliessen. Wann das Verfahren abgeschlossen werden wird, könne noch nicht gesagt werden, so Corazza. Erfahrungsgemäss dauere eine Untersuchung rund 18 Monate.

SDA/kle

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