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Rettungsaktionen für die US-Wirtschaft

Seit der Weltwirtschaftskrise ist es in den USA immer wieder zu staatlichen Rettungsaktionen für private Unternehmen gekommen. Das sind die wichtigsten Interventionen:

1932: Die Regierung gründet die Gesellschaft Reconstruction Finance, um die Wirtschaft über eine erleichterte Kreditvergabe anzukurbeln.

1933: Die Regierung kauft den Banken drei Milliarden Dollar fauler Hypothekenkredite ab und unterstützt von Zwangsversteigerung bedrohte Hauseigentümer.

1971: Der Kongress garantiert einen Kredit des Rüstungsunternehmens Lockheed Aircraft über 250 Millionen Dollar und bewahrt den Konzern vor dem Zusammenbruch.

1979: Die Regierung verschafft dem Autohersteller Chrysler subventionierte Kredite über 1,2 Milliarden Dollar, um eine drohende Insolvenz zu verhindern.

1984: Der Kongress beschliesst die Verstaatlichung der Continental Illinois National Bank and Trust. Der Einlagensicherungsfonds (FDIC) übernimmt für 4,5 Milliarden faule Kredite.

1989: Der Kongress gründet die Gesellschaft Resolution Trust, die nicht mehr einlösbare Immobilienkredite in Milliardenhöhe übernimmt. Die Rettungsaktion kostet den Steuerzahler 125 Milliarden Dollar (etwa 200 Milliarden Dollar nach heutigem Wert).

1998: Die Regierung vermittelt eine Notfinanzierung von 3,6 Milliarden Dollar für den Hedge-Fund Long Term Capital Management (LTCM).

2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September gibt die US-Regierung fünf Milliarden Dollar für die Luftfahrtbranche frei, später garantiert sie Kredite über zehn Milliarden Dollar.

Die Hilfen im laufenden Jahr

16. März: Die US-Notenbank Fed garantiert 29 Milliarden Dollar der Investmentbank Bear Stearns, um den Notverkauf an den Konkurrenten JPMorgan Chase zu ermöglichen und den Zusammenbruch des Instituts zu verhindern.

11. Juli: Der Hypothekenfinanzierer IndyMac bricht zusammen, der FDIC springt ein. Die Rettungsaktion kostet etwa 8,9 Milliarden Dollar.

7. September: Das US-Finanzministerium nimmt die zwei Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae unter staatliche Obhut.

16. September: Die Regierung rettet den Versicherungskonzern American International Group (AIG) mit einem Sonderdarlehen von 85 Milliarden Dollar. Dem Staat gehören damit 79,9 Prozent der Gesellschaft.

19. September: Die Regierung schlägt ein Paket zur Stabilisierung der Finanzmärkte im Umfang von 700 Milliarden Dollar vor. Damit sollen unsichere Kredite der Banken aufgekauft werden.

25. September: Der FDIC übernimmt wegen akuter Zahlungsunfähigkeit die Sparkasse Washington Mutual und verkauft sie für 1,9 Milliarden Dollar an JPMorgan Chase.

AP/vin

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