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Rien ne va plus für 007

Wie James Bond im Kasino-Kapitalismus sein letztes Hemd verlor.

James Bond hat vorerst ausgespielt: Filmplakat zu Casino Royale (2006).
James Bond hat vorerst ausgespielt: Filmplakat zu Casino Royale (2006).

Im Spielkasino türmen sich vor dem Fiesling die Spielchips. Er schiebt einen grossen Teil davon in die Tischmitte. Die Pokerrunde erstarrt. Alle werfen resigniert das Blatt hin, ausser James Bond. Cool verdoppelt 007 seinen Einsatz, gewinnt einen Haufen Geld, flirtet mit der attraktiven Geliebten des Fieslings und bestellt sich dann gelassen einen Martini – shaken but not stirred, please. Die Szene kommt in jedem James-Bond-Streifen vor. Sie ist längst ein Teil des kulturellen Erbes der modernen Gesellschaft geworden: 007 hat nicht nur eine Lizenz zum Töten, er gewinnt auch bei Poker und Roulette. Immer.

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