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Roche büsst an Umsatz ein

Der Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal einen Umsatz von 11,1 Milliarden Franken erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von neun Prozent in Franken. Schuld am Rückgang sind die Wechselkurse.

«Aufgrund unserer Verkäufe im ersten Quartal sind wir gut unterwegs, um unsere für das Gesamtjahr gesteckten Ziele zu erreichen», sagt Konzernchef Severin Schwan. Ohne den erwarteten Absatzrückgang beim Grippemittel Tamiflu wäre der Umsatz zudem nur um sieben Prozent auf 10,8 Milliarden Franken gesunken.

Pharma spürt auch Sparmassnahmen

Die Division Pharma, auf die weit über drei Viertel des Gruppenumsatzes entfallen, erzielte einen Quartalsumsatz von 8,7 Milliarden Franken. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr. In lokalen Währungen betrug der Rückgang indes 2 Prozent, und ohne Tamiflu ergab sich in Lokalwährungen ein Plus von 1 Prozent.

In den USA, dem bedeutendsten Markt der Gruppe, legten die Verkäufe in Lokalwährungen um 2 Prozent zu. Derweil gingen sie in Westeuropa um 4 und in Japan um 7 Prozent zurück. Gründe seien unter anderem ein starker Basiseffekt für das erste Quartal 2010, die Gesundheitsreform in den USA sowie Sparmassnahmen in Europa.

Japan hatte keine Auswirkungen

Allein mit drei Medikamenten erzielte Roche im ersten Quartal Umsätze von jeweils über einer Milliarde. Es sind die in der Krebsbehandlungen eingesetzten Arzneimittel MabThera/Rituxan (1,56 Milliarden Franken), Avastin (1,42 Milliarden Franken) und Herceptin (1,39 Milliarden Franken). Rückläufig waren allerdings die Verkäufe von Avastin.

Keine wesentlichen Auswirkungen auf Roche hatte laut dem Konzern bisher die Katastrophe in Japan. Die Roche-Tochter Chugai habe die Produktion im Werk Utsunomiya unterbrochen; einige Aktivitäten seien aber wieder aufgenommen worden. Chugai habe zur Belieferung des lokalen Marktes zudem einen Notfallplan erstellt.

Diagnostics über dem Markt

Schneller als der globale Markt sei im ersten Quartal erneut die Division Diagnostics gewachsen, hiess es in der Mitteilung weiter. Sie erzielte einen Umsatz von 2,41 Milliarden Franken. Das bedeutet in Franken einen Rückgang von 4 Prozent, in Lokalwährungen jedoch ein Wachstum von 6 Prozent.

Für das Gesamtjahr erwartet Roche für den Konzern sowie die Division Pharma weiterhin einen Verkaufszuwachs in Lokalwährungen im unteren einstelligen Bereich. Die Division Diagnostics soll erneut deutlich über dem Markt wachsen. Beim Kerngewinn pro Aktie strebt Roche ein Wachstum zu konstanten Wechselkursen im hohen einstelligen Bereich an.

SDA/miw

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