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Rolex wechselt Chef erneut aus

Sesselrücken beim Hersteller von Luxusuhren: Auf Bruno Meier folgt nach nur zwei Jahren Riccardo Marini als Konzernchef.

Viel Zeit hatte Bruno Meier gestern wohl nicht, um sein grosses Chefbüro am Rolex-Hauptsitz in Genf zu räumen: Der Verwaltungsrat des Uhrenkonzerns hatte beschlossen, Meier mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Wie üblich gibt es an der Konzernspitze keine Gnadenfrist: Noch am selben Tag wurde der Italiener Riccardo Marini ins Amt des Rolex-Chefs eingesetzt. In gewohnt verschwiegener Manier teilte Rolex den Chefwechsel gestern Abend auf 13 Zeilen mit.

Der Luzerner Meier, Jahrgang 1950, war erst Ende Dezember 2008 auf den Chefposten aufgerückt, nachdem sein Vorgänger, Patrick Heiniger, vom Verwaltungsrat nach 16 Dienstjahren abgesetzt worden war. Damals wie gestern ist die Faktenlage äusserst dünn. Rolex-Sprecherin Virginie Chevailler teilt auf Anfrage lediglich mit, der Entscheid diene Rolex, das «beträchtliche Wachstum» des Uhrenmarktes, besonders jenes in den Schwellenländern, zu bewältigen und «die führende Uhrenmarke zu bleiben». Mit anderen Worten: Bruno Meier hat die Erwartungen des Verwaltungsrats nicht erfüllt.

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