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Russland gewährt Island noch keinen Kredit

Island und Russland haben ihre Gespräche über einen dringend benötigten Milliarden-Kredit für den isländischen Staat vertagt.

Die Gespräche in Moskau würden zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt, erklärten beide Seiten am Mittwoch. Island hatte anfänglich um einen Kredit von vier Milliarden Euro gebeten, was rund einem Prozent der russischen Gold- und Fremdwährungsreserven entsprechen würde.

Russische Regierungsvertreter sagten, es seien keine Details vereinbart worden, aber sie schauten sich die Darlehensanfrage wohlwollend an. «Wir arbeiten gründlich an der Sache, um eine endgültige Entscheidung zu treffen», sagte der stellvertretende russische Finanzminister Dmitri Pankin.

Die isländische Notenbank senkte den Leitzins am Mittwoch um 3,5 Prozentpunkte auf 12 Prozent und warnte, vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen wegen der Finanzkrise. Bislang hatten die Währungshüter vergeblich versucht, mit hohen Zinsen die Inflation einzudämmen.

Island hat zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF) um finanzielle Unterstützung gebeten, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Die drei grössten Banken des Landes wurden bereits verstaatlicht.

SDA/mbr

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