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SBB streitet mit Stadler Rail um rostige Züge

Hersteller Stadler Rail soll sich an den Reparaturkosten für Schäden an Flirt-Zügen beteiligen – dies verlangt die SBB.

Regionalzug Flirt vom Schweizer Hersteller Stadler Rail: Viele von ihnen weisen Korrosionsschäden in den Böden auf. Keystone/Gaetan Bally
Regionalzug Flirt vom Schweizer Hersteller Stadler Rail: Viele von ihnen weisen Korrosionsschäden in den Böden auf. Keystone/Gaetan Bally

Die SBB stand in den vergangenen Tagen wegen des Debakels um die neuen Fernverkehrszüge in den Schlagzeilen. Wie der «SonntagsBlick» schreibt, herrscht auch an anderer Front dicke Luft. So hat sich die SBB mit dem Schweizer Hersteller Stadler Rail angelegt. Es geht um 148 Regionalzüge Flirt, die Stadler Rail in den vergangenen 15 Jahren an die SBB geliefert hat.

Bei einem Teil dieser Fahrzeuge wurden Korrosionsschäden in den Böden festgestellt. Umstritten ist, wie gravierend diese Schäden sind. Laut Bericht verlangt die SBB, dass sich Stadler Rail an den Reparaturkosten beteiligt – was beim Thurgauer Unternehmen auf Unverständnis stösst. Solche Schäden seien völlig normal und nicht sicherheitsrelevant. Zum sei die Werkgarantie für die bis zu 15 Jahre alten Züge längst abgelaufen. Die SBB hätte die Schäden teilweise mitverschuldet, weil sie Wartungsarbeiten nicht gemäss Handbuch durchgeführt hätte.

Mittlerweile hat sich auch das Bundesamt für Verkehr eingeschaltet. In einem Brief verlangt das Amt von der SBB, «nachvollziehbar aufzuzeigen, dass sie die nötige Sorgfalt beim Unterhalt angewendet und den eingetretenen Schaden nicht fahrlässig verschuldet hat». Das Schreiben ist von BAV-Direktor Peter Füglistaler höchstpersönlich unterzeichnet. Weiter teilt das BAV mit: «Grundsätzlich sehen wir die unternehmerische Verantwortung für die Behebung und Finanzierung der Korrosionsschäden bei den SBB.»

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