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SBB verkaufen Immobilien für 1,5 Milliarden Franken

Die SBB stossen Land und Gebäude ab – und bessern damit ihr Jahresergebnis auf.

Für 204 Millionen Franken verkauften die SBB 2017 Immobilien und Grundstücke. Seit dem Jahr 2007 waren es solche im Wert von über 1,5 Milliarden Franken.
Für 204 Millionen Franken verkauften die SBB 2017 Immobilien und Grundstücke. Seit dem Jahr 2007 waren es solche im Wert von über 1,5 Milliarden Franken.
Christian Beutler, Keystone
Zu den veräusserten Immobilien gehört auch der SBB-Hauptsitz in Bern-Wankdorf, den die Bahn Ende 2014 verkaufte und sich seit dann einmietet. «Sale and Rent Back» wird dieses Verfahren genannt.
Zu den veräusserten Immobilien gehört auch der SBB-Hauptsitz in Bern-Wankdorf, den die Bahn Ende 2014 verkaufte und sich seit dann einmietet. «Sale and Rent Back» wird dieses Verfahren genannt.
Christian Beutler, Keystone
In Zukunft wollen die SBB mehr Areale selber entwickeln, sagt ein SBB-Sprecher dem «Sonntagsblick». Dazu gehört etwa auch die Überbauung Europaallee in Zürich.
In Zukunft wollen die SBB mehr Areale selber entwickeln, sagt ein SBB-Sprecher dem «Sonntagsblick». Dazu gehört etwa auch die Überbauung Europaallee in Zürich.
Gaetan Bally, Keystone
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Die SBB hat seit 2007 Land und Immobilien im Wert von über 1,5 Milliarden Franken verkauft. Alleine im letzten Jahr stiess die SBB Immobilien im Wert von knapp 204 Millionen Franken ab, berichtet der «Sonntagsblick». Die Verkäufe hätten dazu beigetragen, die Jahresergebnisse zu verbessern – und vielleicht sogar dazu beitragen können, Bonus-relevante Ziele zu erreichen, so die Zeitung.

Die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran spricht von «Veruntreuung von Volksvermögen». Es störe sie, dass viele Immobilien an kommerzielle Privatanleger verkauft würden. Mit der Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» fordert die Politikerin zusammen mit Mitstreitern unter anderem, dass Kantone und Gemeinden in Zukunft ein Vorkaufsrecht haben, wenn die SBB oder andere bundesnahe Betriebe wie die Post Grundstücke verkaufen wollen.

Eigenen Hauptsitz verkauft

Die SBB hält die Initiative für die falsche Lösung, wie Sprecher Daniele Pallecchi dem «Sonntagsblick» sagt. Die SBB stellt sich auf den Standpunkt, dass mit den Erträgen aus dem Verkauf der Unterhalt der Bahninfrastruktur finanziert werde und die Pensionskasse finanziert worden sei. Wie viele Immobilien an private Besitzer übergingen, teilt die SBB nicht mit.

Zu den in den letzten Jahren veräusserten Immobilien gehört auch der SBB-Hauptsitz in Bern-Wankdorf. Ende 2014 verkaufte die Bahn das Gebäude für wohl über 200 Millionen Franken an die Pensimo Management AG und mietet sich seit dann ein, wie die «Berner Zeitung» berichtete. Gleich ging die Bahn auch in Zürich-Altstetten vor, wo sie ihre Überbauung «Westlink Plaza» Ende 2015 an die Basler Versicherungen verkaufte und seit dann Büros mietet.

Dieses Verfahren werde «Sale and Rent Back» genannt und vermeide eine langfristige Bindung von Kapital, teilte die SBB damals mit. Mittelfristig wolle die SBB aber mehr Areale selbst entwickeln und weniger Grundbesitz veräussern, sagt SBB-Sprecher Pallecchi dem «Sonntagsblick». Nichtsdestotrotz schreibt die Bahn im Internet, dass sie mittelfristig Areale für etwa 1,6 Milliarden Franken auf den Markt bringen will.

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