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SBB warten keine Anschlüsse mehr ab

Im Fernverkehr nehmen die SBB keine Rücksicht mehr auf verspätete Züge. Was der Pilotversuch bringen soll.

Sollen wieder pünktlicher werden: SBB-Züge im Zürcher Hauptbahnhof. (Archivbild)
Sollen wieder pünktlicher werden: SBB-Züge im Zürcher Hauptbahnhof. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone

Die SBB warten keine Anschlüsse mehr ab. Wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, führen die Bundesbahnen zurzeit im Dreieck Zürich-Bern-Basel einen Pilotversuch durch, bei dem Fernverkehrs-Züge von Betriebsbeginn bis kurz vor 20 Uhr keine verspäteten Züge mehr abwarten.

«Zu diesen Zeiten haben wir nicht nur ein stark ausgelastetes Schienennetz, sondern vor allem auch ein stark ausgebautes Fahrplanangebot», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer der Zeitung. «Wenn also Reisende einen Anschluss verpassen, haben sie in der Regel innert kurzer Zeit einen anderen Anschluss an die Zieldestination.» Mit dem Pilot-Projekt wollten die SBB testen, ob mit kurzen Wartefristen Folgeverspätungen vermieden werden könnten. Damit soll die Pünktlichkeit im ganzen Netz weiter gesteigert werden.

Wartefristen knapper bemessen

Die Fernverkehrszüge werden immer länger und schwerer. Das macht die Züge langsamer. Hinzu kommen zahlreiche Baustellen auf dem Schienennetz, welche die Züge weiter ausbremsen. «So lassen sich auch kleine Verspätungen bis zum nächsten Knotenbahnhof nicht aufholen», sagt SBB-Sprecherin Meyer.

Fahrplananalysen hätten gezeigt, dass die Pünktlichkeit auf dem ganzen Netz erhöht werde, wenn die Wartefristen der Züge knapp bemessen seien. Oftmals werde ein Anschluss abgewartet, der nur wenige Reisende betreffe – für alle anderen Reisenden aber zu Verspätungen führe. Der Test läuft noch bis Mitte Dezember.

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