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Schaeffler übernimmt Minderheit an Continental

Seit Wochen streiten sich die beiden Autozulieferer Schaeffler und Continental, nachdem Schaeffler den Konkurrenten übernehmen wollte. Jetzt hat man sich geeinigt.

Schaeffler hat sein Übernahmeangebot erhöht und beschränkt sich ausserdem in den nächsten vier Jahren auf eine Minderheitsbeteiligung von 49,99 Prozent. Ausserdem machte Schaeffler Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Continental-Chef Manfred Wennemer tritt zurück. Wennemer habe den Aufsichtsrat darum gebeten, ihn von seinem Amt zu entbinden, hiess es.

Die Einigung nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Tagen sieht vor, dass die Schaeffler-Gruppe 70.12 Euro pro Continental-Aktie statt wie bisher angekündigt 75 Euro pro Aktie bezahlt. Continental sprach von einem «akzeptablen Gesamtpaket». Das erhöhte Angebot der Schaeffler-Gruppe entspreche einem zusätzlichen Betrag von rund 800 Mio. Euro für die Aktionäre.

«Schaeffler hat sich herangeschlichen»

Schaeffler hatte Mitte Juli überraschend ein Übernahmeangebot für Continental angekündigt. Continental-Chef Wennemer hatte zunächst eine harte Gegenwehr angekündigt und kritisiert, das Vorgehen der Franken sei «egoistisch, selbstherrlich und verantwortungslos». Schaeffler habe sich über Finanzgeschäfte rechtswidrig an Conti «herangeschlichen».

In der vergangenen Woche aber hatte Continental den Fokus auf das Bemühen um eine friedliche Einigung gelenkt. Nach einer Aufsichtsratssitzung hatte Continental das ursprüngliche Schaeffler-Übernahmeangebot von 70.12 Euro pro Aktie zwar erneut als nicht angemessen abgelehnt, aber zugleich kurzfristig weitere Verhandlungen angestrebt.

SDA/oku

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