Zum Hauptinhalt springen

Schloter litt unter Schlafstörungen

Der verstorbene Swisscom-Chef Carsten Schloter hatte offenbar ein Burn-out. Er konnte während Wochen nicht schlafen, liess sich aber nicht medizinisch behandeln.

Hatte Mühe, einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben zu finden: Der verstorbene Swisscom-Chef Carsten Schloter. (7. Februar 2013)
Hatte Mühe, einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben zu finden: Der verstorbene Swisscom-Chef Carsten Schloter. (7. Februar 2013)
Keystone

Swisscom-Chef Carsten Schloter litt unter schweren Schlafstörungen. Das berichtet die Zeitung «Schweiz am Sonntag» in ihrer aktuellen Ausgabe. Wie Vertraute Schloters berichten, konnte er während Wochen nicht mehr schlafen. Das habe er auch seinen engsten Mitarbeitern in der Geschäftsleitung von Swisscom mitgeteilt. Diese zeigten sich besorgt und fragten nach, «ob er es noch im Griff» habe. Schloter habe darauf geantwortet, dass er die Situation unter Kontrolle habe. Der Verwaltungsrat und die Personalabteilung wurden über die Aussagen Schloters nicht unterrichtet.

Der Swisscom-Chef nahm sich am 23. Juli das Leben. Zuvor war er zwei Wochen in den Ferien. Gemäss mehreren Quellen wurde er am Montag nicht am Swisscom-Hauptsitz gesehen. Am Dienstag wurde er leblos in seinem Haus in der Westschweiz aufgefunden. Schloter habe unter einem klassischen Burn-out gelitten, sagt ein Vertrauter gegenüber der Zeitung. Er habe sich nicht medizinisch behandeln lassen und habe auch keine Medikamente genommen. Die gesundheitlichen Probleme hätten sich im Frühling zugespitzt.

Er verlor Einfluss

Vertraute sagen, dass er auch unter der Restrukturierung der Geschäftsleitung litt, die vor knapp einem Jahr erfolgte. Diese hatte zur Folge, dass er den direkten Einfluss auf das gewichtige Schweizer Geschäft verlor. Gegenüber Vertrauten beklagte sich Schloter zudem darüber, dass sich Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli immer stärker ins operative Geschäft einmische. Der langjährige Coop-Chef übernahm das Swisscom-Präsidium im September 2011.

In den letzten Monaten machte Schloter sein Leiden indirekt publik. In mehreren Interviews ging er auf die ernorme Arbeitsbelastung ein und thematisierte seine Schwierigkeit, einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch