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Schmiergeldempfänger stimmen mit

Eine Liste, die dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, belegt: Drei Fifa-Exekutivmitglieder haben Schmiergelder kassiert. Dennoch werden sie wohl über die Vergaben der WM 2018 und 2022 mitbestimmen.

Spielt keine glänzende Rolle: Die Fifa hat das Thema Korruption und Selbstbereicherung noch lange nicht ausgestanden.
Spielt keine glänzende Rolle: Die Fifa hat das Thema Korruption und Selbstbereicherung noch lange nicht ausgestanden.

Eine neu aufgetauchte, geheime Zahlungsliste der konkursiten Zuger Sportvermarktungsagentur ISMM/ISL belastet Exekutivmitglieder der Fifa und insbesondere den einflussreichen Brasilianer Ricardo Terra Teixeira (63): 9,5 Millionen Dollar hat der Ex-Schwiegersohn von Fifa-Ehrenpräsident João Havelange (94) allein vom 10. August 1992 bis zum 28. November 1997 kassiert – ohne erkennbare Gegenleistung. Die Zahlungen erfolgten in Tranchen von 250'000 bis zu einer Million Dollar zu einem jeweiligen Franken-Wechselkurs zwischen 1.15 und 1.46. Aus der internen ISL-Zahlungsliste, die dem «Tages-Anzeiger» vorliegt, geht hervor, dass diese Geldüberweisungen an Teixeira die Sportvermarktungsagentur umgerechnet 12 Millionen Franken gekostet haben. Nicht eingerechnet ist eine Überweisung an ihn von knapp über 100'000 Franken, neben der in der Liste das Stichwort «Adidas D» steht.

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