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Schweiz bildet Arbeitnehmer am besten aus

Ausbildung top, Beschäftigung älterer Menschen flop: Ein Bericht des Weltwirtschaftsforums zeigt, wie es um die Talent- und Arbeitsförderung in der Schweiz steht.

Talent gilt es zu nutzen und zu fördern: Der Human Capital Report des WEF zeigt, wo auf der Welt dies am besten gemacht wird. (Bild: www.weforum.org)
Talent gilt es zu nutzen und zu fördern: Der Human Capital Report des WEF zeigt, wo auf der Welt dies am besten gemacht wird. (Bild: www.weforum.org)

Arbeitnehmende in der Schweiz können sich glücklich schätzen: Sie werden weltweit am besten ausgebildet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) zum Thema Humankapital. Insgesamt belegt die Schweiz beim sogenannten «Human Capital Index» den dritten Platz. Für die WEF-Studie wurde untersucht, wie gut die verschiedenen Länder die Talente ihrer Bewohner und Bewohnerinnen fördern und ihnen helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Am besten von allen 124 untersuchten Ländern schnitt Finnland ab.

Die Silbermedaille geht an Norwegen, die Bronzemedaille holte sich die Schweiz. Beim ersten «Human Capital Report» vor zwei Jahren hatte die Schweiz noch den ersten Platz belegt, gefolgt von Finnland und Singapur. Die Schweiz profitiere von einer sehr hohen Qualität des Bildungssystems und der Berufsausbildung, teilte das WEF mit. Besonders gut schneidet sie denn auch bei der Ausbildung der Mitarbeitenden ab - diesbezüglich belegt sie im weltweiten Vergleich den ersten Platz. Punkto wirtschaftlicher Komplexität kommt die Schweiz auf den zweiten Rang.

In einem Punkt steht die Schweiz allerdings schlecht da: Die Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen im Alter zwischen 55 und 64 ist vergleichsweise hoch. Im Ranking landet die Schweiz bezüglich Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe nur auf dem 41. Platz.

Nur in zwei Ländern werden gemäss WEF die Menschen besser ausgebildet und gefördert. (Bild: Human Capital Report 2015)
Nur in zwei Ländern werden gemäss WEF die Menschen besser ausgebildet und gefördert. (Bild: Human Capital Report 2015)

Einen Zusammenhang machte die Studie wenig überraschend zwischen dem Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf und der Platzierung im Ranking aus. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Bei den Ländern mit dem höchsten BIP pro Kopf beispielsweise belegen Finnland, Norwegen und die Schweiz die Spitzenplätze, während sich Barbados (77), Saudiarabien (85) und Kuwait (93) in der zweiten Tabellenhälfte wiederfinden.

Der «Human Capital Report» will aufzeigen, wo bei den Ländern Punkto Humankapital Schwachstellen bestehen, und wo investiert werden muss, um langfristig Verbesserungen zu erzielen. «Talent, nicht Kapital, wird der Schlüsselfaktor im 21. Jahrhundert sein, der Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum verknüpft», wird WEF-Begründer Klaus Schwab in der Medienmitteilung zitiert. Der Human Capital Index setzt sich aus 46 Indikatoren zusammen. Die Daten stammen von internationalen Organisationen wie der Unesco, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO.

SDA/thu

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