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Schweizer Bahntickets in Frankreich günstiger

Die SBB sind verärgert über die französische Staatsbahn SNCF. Diese bietet Reisen zwischen zwei Schweizer Bahnhöfen billiger an. Dafür hat sie ihre Gründe.

Franzosen unterbieten SBB: Eine Person kauft an einem Automaten der SNCF ein Billett.
Franzosen unterbieten SBB: Eine Person kauft an einem Automaten der SNCF ein Billett.
Alain Jocard, AFP

Bahnbillette zwischen zwei Schweizer Orten sind günstiger, wenn sie im Onlineshop der französischen Staatsbahn SNCF gekauft werden, berichtet die «Schweiz am Sonntag». Die Reise von Zürich nach Genf in der zweiten Klasse ohne Halbtax kostet bei Bestellung in Frankreich beispielsweise 77 Franken, bei den SBB 84 Franken.

Das verärgert die SBB: «Aus unserer Sicht hält die SNCF die tarifarischen Vorgaben nicht ein», wird SBB-Sprecher Christian Ginsig zitiert. Grund für die Preisunterschiede von über acht Prozent sei, dass die SNCF die Tickets verkaufe, ohne die Schweizer Mehrwertsteuer zu berechnen. «Die SNCF muss erklären, weshalb sie über ihren Ticketshop solche Tickets anbietet», sagt Ginsig der Zeitung.

Währungseffekte

Eine SNCF-Sprecherin wird mit der Aussage zitiert, die Zusammenarbeit mit den SBB sei sehr gut, die Preisdifferenzen rührten von Währungseffekten her. Wie die Zeitung weiter schreibt, hat der Bundesrat Handlungsbedarf bei der Buchung von internationalen Zugreisen erkannt. Es sei der Regierung bekannt, dass Kunden über nicht buchbare oder nicht mit schweizerischen Fahrausweisen kombinierbare Sparangebote der ausländischen Bahnen klagten.

In Zukunft wollen die SBB nun internationale Fahrausweise auch auf mobilen Geräten verkaufen und zudem die Buchungsfrist verlängern. Heute kann maximal drei Monate im Voraus gebucht werden.

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