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Schweizer Banker fürchten um ihre Boni

Weniger Prestige und weniger Lohn: Bankangestellte zeichnen in einer Umfrage ein düstereres Bild als noch vor einem Jahr. Auch die Fixgehälter sind offenbar nicht tabu.

Ein Fünftel der Befragten erhielt letztes Jahr nach eigenen Angaben keinen Bonus: Banker am Paradeplatz.
Ein Fünftel der Befragten erhielt letztes Jahr nach eigenen Angaben keinen Bonus: Banker am Paradeplatz.
Walter Bieri, Keystone

Rund drei Viertel der Schweizer Banker gehen davon aus, dass ihre Boni in den nächsten fünf Jahren weiter sinken werden. Auch die Fixgehälter dürften nach Einschätzung von 46 Prozent der Befragten bis 2018 sinken, wie aus einer Umfrage des Finanzportals Finews.ch und der Kommunikationsagentur Communicators hervorgeht.

Von den rund 200'000 Beschäftigten in der Schweizer Finanzbranche haben im vergangenen Jahr 20 Prozent keinen Bonus erhalten, wie die Onlineumfrage bei knapp über 500 Personen ergeben hat.

Vor einem Jahr noch optimistischer

Bei einer ersten Umfrage vor einem Jahr waren die Befragten noch deutlich weniger pessimistisch gewesen. Gut die Hälfte der Befragten hatte damals mit sinkenden Boni gerechnet. Auch einen Rückgang der fixen Löhne erwarteten deutlich weniger Banker.

Die Banker beklagten in der neusten Umfrage zudem deutlich stärker als noch vor einem Jahr einen Prestigeverlust der Berufe in Banken und Versicherungen in den nächsten Jahren. Rund ein Drittel der Befragten würde es weiterhin Schulabgängern nicht mehr empfehlen, in die Finanzbranche einzusteigen.

Als ideal für eine Karriere in der Finanzbranche angesehen werden stärker als noch vor einem Jahr ein Uniabschluss als Jurist oder Fachhochschulabschlüsse in den Bereichen Compliance Management und Controlling.

Zwei Drittel der Befragten halten zudem den Einstieg in die Schweizer Finanzbranche für schwierig und zeigen sich überzeugt, dass es in den nächsten Jahren weniger oder sogar drastisch weniger Arbeitsstellen geben wird. Vor einem Jahr beurteilten allerdings noch fast 80 Prozent der Befragten den Berufseinstieg als schwierig.

SDA/mw

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