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Schweizer Buchhandel in der Preisspirale

Der Frankenschock stellt Orell Füssli Thalia vor eine Herausforderung. Dabei muss sich der Branchenführer bereits um die Online-Positionierung, die Rentabilität seiner Filialen und eine neue Firmenkultur Sorgen machen.

Bücher, Bücher, Bücher. Es wird weiterhin viel gelesen, doch die Preise sinken. Foto: iStock
Bücher, Bücher, Bücher. Es wird weiterhin viel gelesen, doch die Preise sinken. Foto: iStock

In roten, fetten Lettern wirbt der On­line-Händler um Schweizer Leser: «Sparen Sie jetzt 20 Prozent bei allen deutschsprachigen Büchern», steht auf amazon.de. Wegen des Wegfalls des Mindest-eurokurses ist der Rabatt ein Frontalangriff auf die hiesige Buchbranche. Amazon spielt damit einen doppelten Preisvorteil aus: den billigen Euro und den Rabatt, der auch auf einer Mehrwertsteuerbefreiung basiert. Der Bestseller «Drei Tage in Paris» von Jojo Moyes beispielsweise kostet bei Amazon 7.05 Franken pro gebundene Ausgabe – portofrei, wie ein Blick auf den Vergleichsdienst billigbuch.ch zeigt. Beim Schweizer Marktführer Orell Füssli Thalia (OFT) kostet das Buch inklusive Porto bis zu 14.45 Franken. Das ist mehr als doppelt so viel – und dies trotz der 15 Prozent Euro-Rabatt, den OFT auf neu ein­gekaufte ­Bücher gewährt.

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