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Serono-Präsident als Genfer Industrie-Vertreter nicht mehr tragbar

François Naef hat den Kahlschlag beim Genfer Biotech-Unternehmen mitzuverantworten. Nun trat er als Präsident der Genfer Handels- und Industriekammer zurück – respektive wurde aus dem Amt gedrängt.

Steht bei Genfer Unternehmern als Buhmann da: Serono-Präsident François Naef.
Steht bei Genfer Unternehmern als Buhmann da: Serono-Präsident François Naef.
Keystone

Er war es, der am letzten Dienstag für den Hammerschlag am Wirtschaftsstandort Genf geradestehen musste, Serono-Präsident François Naef. Die Rhonestadt verliert insgesamt 1250 Jobs. 500 davon werden ganz abgebaut, 750 Angestellte können in anderen Zweigstellen der deutschen Muttergesellschaft Merck anheuern. Es sei ein schwieriger Tag und die Situation sei ihm unangenehm, sagte Naef – der zugleich Präsident der Genfer Handelskammer (CCIG) ist – am Dienstag.

Drei Tage nach der Hiobsbotschaft für Genf, zieht sich Naef aus der Genfer Handelskammer zurück. Wie westschweizer Medien übereinstimmend berichten, habe dieser heute Morgen seine Demission eingereicht.

Rücktritt gefordert

Vermutlich kam der Rücktritt nicht ganz freiwillig. Bereits am Donnerstag forderte die Gruppe unabhängiger Unternehmer (GEIP) den Abgang von Naef. «Durch seine Teilnahme an diesem Desaster hat er sämtliche Glaubwürdigkeit verloren, um Genfer Unternehmer und ihre Angestellten zu verteidigen», zitiert 20minutes.ch die GEIP. Naef stand der Handelskammer seit 2008 vor.

Am Dienstag sagte Naef, Merck-Serono wende alles auf, um die Restrukturierungsmassnahmen so schmerzlos wie möglich zu vollziehen. Die entlassenen Mitarbeitenden würden bei der Stellensuche unterstützt und es gebe ein Sozialplan. Zur Gründung neuer Unternehmen schaffe Merck-Serono zudem einen Fonds von 30 Millionen Franken.

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