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Shopping als Spiel

Schon Friedrich Schiller wusste, dass der Mensch nur da ganz Mensch ist, wo er spielt. Nun plant das Zürcher Einkaufszentrum Glatt den Shop der Zukunft. Da wird wie in Computergames gezockt und gescort.

Christian Lüscher

Im Zürcher Glattzentrum sorgt ein eigenwilliges Ladenkonzept für grosses Aufsehen. Mitten im Einkaufszentrum stehen Leute Schlange. Sie wollen in den Glatt Try Store. Das Spezielle an ihm: Man findet keine Einkaufswagen, keine Regale, kein Verkaufspersonal und schon gar keine Kasse. Stattdessen liegen auf eleganten Ausstellungstischchen Jogurts, Waschmittel, Chips und Parfüms bereit. Statt Einkaufskörbe gibts iPads.

Was soll das? Ist das die Zukunft des Shoppings? Wenn es nach den Verantwortlichen des Experiments geht, ja. Es funktioniert so: In einer grosszügigen und modernen Umgebung können Hersteller von Konsumgütern ihre Ware präsentieren. Daneben stellen die Ladenbetreiber jeweils ein iPad zur Verfügung. Auf einer Applikation kann sich der interessierte Besucher informieren und nach einer kurzen Registration auch gleich zur Bestellung übergehen. Die Auswahl, sie beschränkt sich auf zwei Produkte alle vier Tage, kann Minuten später an einem Schalter gratis abgeholt werden.

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