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Sind die geheimnisvollen Investoren Berner?

Die Belegschaft der geschlossenen Kartonfabrik Deisswil hat der Gewerkschaft grünes Licht gegeben für Verhandlungen mit neuen Investoren. Die Unia bezeichnet diese als seriös.

Die Belegschaft sagt Ja zu den Verhandlungen: Bei den neuen Investoren soll es sich um Berner handeln.
Die Belegschaft sagt Ja zu den Verhandlungen: Bei den neuen Investoren soll es sich um Berner handeln.
Iris Andermatt

Corrado Pardini, Sektorleiter Industrie der Unia, sagte am Mittwoch der Belegschaft auf dem Werksgelände, es handle sich um Berner und um Leute, die man kenne. Der Name werde aber erst am Freitag bekanntgegeben, wenn die Investoren an die Öffentlichkeit treten wollen.

Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Blockade des Werksgeländes aufrechterhalten.

Diese wird aufgehoben, wenn die Investoren auf gewisse Bedingungen eingehen: Jobangebot für alle zu gleichen Lohn- und Arbeitsbedingungen, die Verlängerung des geltenden Gesamtarbeitsvertrags bis 2014 und einen «angemessenen» Sozialplan für diejenigen Leute, die in Deisswil keinen neuen Job erhalten.

Die Investoren verfolgten das Ziel, in Deisswil ein industriegewerbliches Projekt aufzuziehen, so Pardini - mit mehreren Bereichen unter einem Dach. Es werde nicht mehr einen Arbeitgeber geben, sondern mehrere.

Wer bleiben will, muss offen sein

Wer bleiben wolle, müsse also bereit sein, eine neue Tätigkeit auszuüben. Pardini empfahl jenen, die einen neuen Job in Aussicht haben, diesen auch anzunehmen. Trotz der Forderung nach einer Jobgarantie sei damit zu rechnen, dass nicht alle einen Arbeitsplatz erhielten. Investoren suchten Kontakt

Laut Roland Herzog von der Gewerkschaft Unia kam der Investor auf die Unia zu. Der bernische Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher habe das Treffen vermittelt und insofern Türöffner gespielt, sagte Pardini.

Hart ins Gericht gingen Herzog und Pardini mit dem bisherigen Werksbesitzer Mayr-Melnhoff. Belegschaft und Unia seien angelogen worden.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Mayr-Melnhoff einer Investorengruppe das Werk verkauft hat oder verkaufen will. Die Gruppe darf aber in Deisswil keinen Karton mehr produzieren. Das ist so mit Mayr-Melnhoff vereinbart worden. Damit brauchen sich die Österreicher nicht mehr um den Sozialplan zu kümmern.

SDA/sgl

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