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Skywork-Chef Tomislav Lang tritt ab

Wechsel an der Spitze der Berner Fluglinie Skywork: Tomislav Lang tritt per sofort zurück und wird durch Rolf Hartleb ersetzt. Überdies geht das Unternehmen eine neue strategische Partnerschaft ein.

Tritt per sofort zurück: Skywork-CEO Tomislav Lang.
Tritt per sofort zurück: Skywork-CEO Tomislav Lang.
Urs Baumann
Nachfolger wird der bisherige operative Geschäftsleiter Rolf Hartleb (zweiter von links).
Nachfolger wird der bisherige operative Geschäftsleiter Rolf Hartleb (zweiter von links).
Jon Mettler
Ein Skywork-Flugzeug auf dem Flughafen Bern-Belp: Die Fluggesellschaft suchte nach dem teilweisen Rückzug von Mäzen Daniel Borer neue Investoren.
Ein Skywork-Flugzeug auf dem Flughafen Bern-Belp: Die Fluggesellschaft suchte nach dem teilweisen Rückzug von Mäzen Daniel Borer neue Investoren.
Urs Baumann
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Der Chef der Berner Skywork Airlines, Tomislav Lang, tritt von seinem Amt zurück. Nachfolger wird der bisherige operative Geschäftsleiter Rolf Hartleb. Die Fluggesellschaft geht überdies eine strategische Partnerschaft mit der MHS Aviation ein.

Diese Zusammenarbeit bringe Kosteneinsparungen und neue Marktchancen, teilten Vertreter von Skywork am Freitag vor den Medien am Flughafen Belp mit. Mit der strategischen Partnerschaft will Skywork das bestehende Flugangebot ab Bern langfristig sichern.

Lang als Initiant

Der zurücktretende CEO von Skywork sei Initiant dieser Partnerschaft gewesen, hiess es weiter. Lang habe den Weg für die Partnerschaft mit der deutschen MHS Aviation frei gemacht, indem er seine Anteile an Skywork zur Verfügung gestellt habe.

Die beiden Unternehmen Skywork und MHS Aviation beteiligen sich gegenseitig zu gleichen Teilen am anderen Unternehmen. Durch seinen Rückzug als Gesellschafter von Skywork habe Lang zudem die Tür für neue Investoren geöffnet. Wie hoch die Anteile sind, wollen die Vertreter beider Firmen nicht sagen. Die beiden Firmen wollen beim Kerosin-Einkauf, beim Abschluss von Versicherungen und speziell bei Wartungen zusammenarbeiten.

Gemäss Hartleb bleibt Skywork eine Berner Firma. «Alle Angestellten behalten ihren Arbeitsvertrag nach Schweizer Recht.» Skywork habe Berner Investoren gefunden, die aber anonym bleiben wollen – wie viel Geld dieses einschiessen, bleibt geheim. Skywork-Präsident Sébastien Mérillat betont, dass weder er selbst noch Rolex-Erbe Daniel Borer zusätzliches Geld eingeschossen haben. Klar sei auch, dass Skywork im 2013 noch keine schwarzen Zahlen schreiben werde.

Grosse Herausforderungen

Die Herausforderungen in der Luftbranche blieben trotz des insgesamt positiven Trends bei Skywork gross, schreibt die Berner Fluggesellschaft in einer Mitteilung. In den ersten neun Monaten des Jahres nahm die Zahl der Passagiere bei Skywork um 7 Prozent zu. Die durchschnittliche Auslastung stieg um 5 Prozentpunkte auf 59 Prozent.

Besonders erfreulich sei, dass die Durchschnittserträge um 21 Prozent gesteigert werden konnten, wie Skywork weiter mitteilte. Im Winter 2013/14 fliegt das Unternehmen 9 Destinationen an. Damit biete Skywork ein ähnliches Angebot wie in der Vorjahresperiode an.

«Wir werden den Bernern weiter die Möglichkeit geben, ab Bern zu fliegen», versprach Rolf Hartleb an der Medienkonferenz. Er schaue mit grosser Begeisterung und Zuversicht in die Zukunft. Eine Schelte mussten hingegen die Medienschaffenden einstecken: «Jedes Mal wenn wir eine schlechte Nachricht in der Presse gelesen haben, sind die Buchungen eingebrochen.»

Administratives Versäumnis

Der Grund für den Ausschluss von Skywork Travel aus dem Garantiefonds der Reisebranche war ein administratives Versäumnis, gestand Hartleb an der Medienkonferenz. «Ein solcher Lapsus darf natürlich nicht passieren. Wir arbeiten daran, dass Skywork Travel möglichst rasch in den Garantiefonds zurückkehrt.»

SDA/Stefan Schnyder, js

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