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Spatenstich für den Viertelstundentakt

Mit einem Auftritt von Bundesrätin Doris Leuthard und SBB-Chef Andreas Meyer hat der Ausbau der Bahnstrecke Olten–Aarau auf vier Spuren begonnen. Die SBB bohren nun einen drei Kilometer langen Tunnel.

Die Bauarbeiten werden fünf Jahre dauern: Bundesrätin Doris Leuthard (Mitte) und SBB-Chef Andreas Meyer (2. von rechts) in Eppenberg-Wöschnau SO. (2. Mai 2015)
Die Bauarbeiten werden fünf Jahre dauern: Bundesrätin Doris Leuthard (Mitte) und SBB-Chef Andreas Meyer (2. von rechts) in Eppenberg-Wöschnau SO. (2. Mai 2015)
SBB

Die SBB bauen die Strecke Olten-Aarau auf vier Spuren aus. In fünf Jahren wird dieser Flaschenhals im Schweizer Schienennetz beseitigt sein. Mit einem feierlichen Spatenstich von Bundesrätin Doris Leuthard haben die Hauptarbeiten in Eppenberg-Wöschnau SO offiziell begonnen.

Herzstück des 855 Millionen Franken teuren Projektes ist der doppelspurige und über drei Kilometer lange Eppenbergtunnel. Der Ausbau von zwei auf vier Spuren erhöht die Kapazität auf der Ost-West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes.

Baustellenfest für die Bevölkerung

Den symbolischen Spatenstich machte die Verkehrsministerin Leuthard gemeinsam mit SBB-Chef Andreas Meyer sowie den Baudirektoren der Kantone Solothurn und Aargau, Roland Fürst und Stephan Attiger. Der Spatenstich war mit einem Baustellenfest für die Bevölkerung auf dem Installationsplatz in Eppenberg-Wöschnau verbunden.

Verkehrsministerin Leuthard sagte an der Feier, der Eppenbergtunnel sei wichtig und matchentscheidend für den Ost-West-Bahnverkehr. Ein Zwischenfall hier – und die halbe Schweiz stehe still. Der Tunnel solle die Schweiz durchgängiger machen.

Mit dem Vierspurausbau würden die Schweiz und die Region aufgewertet. Sie hoffe, dass sich der Verkehrsstau ab 2020 auf der Autobahn A1 Bern–Zürich verringern werde, hielt Leuthard fest.

«Gewaltiges Bauwerk»

SBB-Chef Meyer sagte, bereits heute würden 550 Züge pro Tag auf der Strecke Olten-Aarau verkehren. Es sei ein «gewaltiges Bauwerk», das während des laufenden Bahnbetriebes ausgeführt werde. Er habe keine Angst, aber Respekt, dass an der Hauptschlagader des Bahnverkehrs gebaut werde.

Die vier Spuren ermöglichen zusammen mit weiteren Ausbauprojekten für Intercity-Züge Bern-Zürich zu Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt ab dem Jahr 2020.

Der Ausbau schafft auch die Voraussetzung für mehr Angebote im Regionalverkehr. Geplant ist ein durchgehender Halbstundentakt zwischen Olten und Aarau. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr werden grösser. Das Projekt ist Teil des Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB).

Bauarbeiten bereits angelaufen

Zahlreiche Arbeiten für die Beseitigung des Nadelöhrs sind bereits angelaufen. So die Arbeiten für das vierte Gleis Däniken-Dulliken sowie die Hauptarbeiten für Zufahrten (Tagbautunnel) in Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau.

Für den Eppenbergtunnel wird die 2400 Tonnen schwere und 100 Meter lange Tunnelbohrmaschine ab Herbst 2016 vorgetrieben. Die Maschine wird sich vom Westen her 1,7 Kilometer durch reinen Fels bohren.

In den kommenden zwei Jahren werden die Bahnhöfe Däniken und Dulliken ausgebaut. Nach der geplanten Fertigstellung des Tunnels werden die Gleise bei der östlichen Ausfahrt von Olten ausgebaut. Später folgt der Bau des vierten Gleises Olten-Ost.

Mehr Signale und neue Stellwerke

Damit sich die Züge zwischen Olten-Aarau auch während den Bauarbeiten im Abstand von zwei Minuten folgen können, installierte die SBB eine neue Stellwerktechnik. Diese wird in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag in Betrieb genommen.

Dies führt zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Strecke ist ab Samstag 21.20 Uhr nur einspurig befahrbar. Ab Mitternacht bis Sonntagmorgen um 5.30 Uhr ist die Strecke komplett gesperrt.

SDA

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