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Spuhlers Politrückzug zeigt Wirkung

Auftragsvolumen verdreifacht, neue Märkte am Erschliessen: Stadler Rail blickt positiv in die Zukunft – und bangt nun um einen Grossauftrag.

Macht einen zufriedenen Eindruck: Stadler-CEO Peter Spuhler in einer Montagehalle in Altenrhein. (15. April 2014)
Macht einen zufriedenen Eindruck: Stadler-CEO Peter Spuhler in einer Montagehalle in Altenrhein. (15. April 2014)
Steffen Schmidt, Keystone

Stadler Rail ist wieder besser unterwegs. Der Auftragseingang des Schienenfahrzeug-Herstellers ist nach dem Einbruch auf 720 Millionen Franken im Jahr 2012 im vergangenen Jahr wieder auf 2,6 Milliarden Franken geklettert.

Stadler-CEO und SVP-Mann Peter Spuhler war Ende 2012 aus dem Nationalrat zurückgetreten, um sich seinem Unternehmen zu widmen, das sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation befand.

Auslastung immer noch genügend

Trotz der Erfolge sei die Auslastung der Schweizer Werke ab Mitte 2015 noch ungenügend, schreibt das Unternehmen. Um die Auslastung zu verbessern, setzt Stadler Rail auf den SBB-Auftrag für die Gotthard-NEAT-Züge, wie das Unternehmen am Freitag am Sitz in Bussnang TG festhielt. Dieser 980 Millionen Fr. schwere Auftrag ist durch Beschwerden von Alstom und Talgo gegen die Vergabe beim Bundesverwaltungsgericht blockiert.

Die von Peter Spuhler geführte Stadler Rail betont die Pünktlichkeit ihrer Auslieferungen und spielt damit auf die mehrjährigen Verzögerungen von Bombardier bei der Lieferung neuer Doppelstock-Züge für die SBB an: Auch im vergangenen Jahr sei es Stadler erneut gelungen, rund 250 Züge und Trams termingerecht und in hoher Qualität auszuliefern, hiess es.

Neue Märkte angepeilt

Dank des hohen Auftragsbestandes aus den Jahren 2008 bis 2010 konnte Stadler Rail im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,5 Milliarden Franken einfahren, wie weiter mitgeteilt wurde. 2012 war der Umsatz leicht tiefer auf 2,4 Milliarden Franken beziffert worden.

Wegen der EU-Schuldenkrise und der Währungsverwerfungen peilt Stadler neue Märkte und neue Segmente an. Bereits konnten in Zentral- und Osteuropa einige Aufträge gewonnen werden. Zuletzt hat Stadler Rail am Donnerstag eine Bestellung für 27 Schlaf- und 3 Speisewagen der Aserbaidschanischen Eisenbahn im Volumen von 120 Millionen Fr. vermeldet.

SDA/thu

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