Zum Hauptinhalt springen

Staatsanwälte ermitteln gegen UBS

Wegen des Verdachts auf ungetreue Geschäftsführung führen die Zürcher Behörden eine Voruntersuchung gegen die Bank durch. Und die Finma ist wegen des neusten Bonusprogramms hellhörig geworden.

Haben den früheren Chefs die Entlastung für das Jahr 2007 verweigert: Einige UBS-Aktionäre an der Generalversammlung vom 14. April 2010.
Haben den früheren Chefs die Entlastung für das Jahr 2007 verweigert: Einige UBS-Aktionäre an der Generalversammlung vom 14. April 2010.

Bei der Zürcher Staatsanwaltschaft III für Wirtschaftsdelikte ist eine Voruntersuchung zum Verdacht auf «ungetreue Geschäftsbesorgung» gegen die UBS eröffnet worden. Das berichtet die Zeitung «Sonntag». «Die Staatsanwaltschaft III eröffnete ein Vorabklärungsverfahren und die Abklärungen sind im Gange», sagt Peter Pellegrini, Leitender Staatsanwalt, gegenüber der Zeitung. Die Meldung erscheint vier Tage, nachdem die Aktionäre den früheren UBS-Chefs die Entlastung für das Jahr 2007 verweigert haben.

Der Fall ist jedoch keine Folge dieses Entscheids. Ausgangspunkt war vielmehr die Strafanzeige von Rechtsanwalt Hans-Jacob Heitz wegen der Abschiedszahlungen von 3,3 respektive 1,2 Millionen Franken in die Pensionskassen der früheren Chefs Peter Kurer und Marcel Rohner im Jahr 2009. Der VR-Präsident und der Geschäftsführer waren waren auf Ospel/Wuffli gefolgt.

«Griff in die Kasse»

Diese Zahlungen waren von der UBS als «freiwillig» bezeichnet worden, es hätten keine vertragliche Verpflichtung dafür bestanden, stand im Geschäftsbericht. Rechtsanwalt Heitz’ Verdacht: Es handle sich um einen willkürlichen «Griff in die Kasse», gewissermassen um «einen Freundesdienst» für Personen, welche für den Ruin der Bank eine Hauptmitverantwortung trügen. «Die UBS hat sämtliche, von der Staatsanwaltschaft angeforderten Auskünfte erteilt», bestätigt UBS-Sprecher Michael Willi das laufende Verfahren.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma nimmt derweil das neue IPP-Bonusprogramm der UBS unter die Lupe, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Dieses kam in die Kritik, weil es den höchsten 900 UBS-Manager in fünf Jahren Boni von bis zu 3 Milliarden Franken bescheren könnte. Ein Finma-Sprecher bestätigt, dass die Behörde derzeit das Lohnsystem der Grossbank untersucht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch