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Staatsanwalt ermittelt – Goldman-Aktie bricht ein

Das US-Justizministerium hat strafrechtliche Ermittlungen gegen die Investmentbank Goldman Sachs eingeleitet. Dabei geht es um komplexe Anlagen mit Hypotheken.

In die Mangel genommen: Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein am Dienstag vor dem Untersuchungsausschuss des Senats.
In die Mangel genommen: Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein am Dienstag vor dem Untersuchungsausschuss des Senats.

Zuvor hatte die Börsenaufsicht (SEC) eine zivilrechtliche Betrugsanklage gegen Goldman Sachs eingereicht. Die Goldman-Aktie brach am Freitag an der New Yorker Börse im Handelsverlauf um 9 Prozent ein. Damit hat die Aktie seit dem 16. April 21 Prozent ihres Wertes eingebüsst. An diesem Tag wurde die Betrugsanklage der SEC gegen die Investmentbank bekannt.

Am Mittwoch hatte eine Gruppe von 62 Abgeordneten des Repräsentantenhauses ein Strafverfahren gegen die Investmentbank gefordert. Sie riefen Justizminister und Generalstaatsanwalt Eric Holder zum sofortigen Handeln auf. In einer Anhörung im US-Senat verteidigte der Vorstandschef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, die umstrittenen Geschäftspraktiken seiner Bank. Die Investmentbank habe ihre Kunden während der Finanzmarktkrise nicht getäuscht, sagte Blankfein am Dienstag in einer Anhörung vor einem Sonderausschuss des Senats. Anleger wie die deutsche IKB Bank hätten Risiken gesucht, «und das ist es, was sie bekommen haben».

Goldman Sachs hatte seinen Kunden sogenannte CDOs verkauft, komplexe Kreditderivate, die auf mehrfach verbrieften Hypotheken beruhten. Zugleich wettete ein Goldman-Grosskunde, der Hedgefonds Paulson, auf den Ausfall eben dieser Hypotheken - mit Erfolg. Während sich Paulson eine goldene Nase verdiente, machten die Käufer der CDOs massive Verluste. Allein die IKB musste laut US-Börsenaufsicht SEC 150 Millionen Dollar abschreiben.

ddp/bru/oku

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