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Steht der Zug, rollt der Bus

Die deutsche Fernbusbranche profitiert vom Streik bei der Bahn. Damit verstärkt sich der ohnehin anhaltende Trend weg von der Schiene auf die Strasse.

Von David Nauer, Berlin
Nichts geht mehr: Verhinderte Bahnreisende am Berliner Hauptbahnhof. Foto: Reuters
Nichts geht mehr: Verhinderte Bahnreisende am Berliner Hauptbahnhof. Foto: Reuters

Reisende, Politiker, sogar manche Gewerkschafter ärgern sich über den derzeitigen Streik der deutschen Lokomotivführer. Seit gestern und mutmasslich bis Montag fallen rund zwei Drittel der Züge aus. Die Bahn versucht, einen Notfallfahrplan aufrechtzuerhalten.

Doch es gibt auch Profiteure: der boomenden Fernbusbranche bringt der Arbeitskampf auf der Schiene weiteren Aufschwung. Marktführer Meinfernbus.de verzeichnet viermal mehr Buchungen als gewöhnlich, wie es in einer Mitteilung heisst. Um das «enorme Fahrgast­aufkommen» zu bewältigen, stockte das Unternehmen vorübergehend Personal auf und führt täglich rund 130 Extrafahrten durch. Auch andere Anbieter wie ADAC Postbus vergrössern aufgrund des Bahnstreiks ihre Kapazitäten.

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