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Steuerhinterziehung wird in der Schweiz zum Verbrechen

Zur Bekämpfung von Schwarzgeldkonten schlägt der Bundesrat den neuen Straftatbestand der schweren Steuerhinterziehung ab 600'000 Franken vor. Der Betrag ist sehr umstritten.

Steuerhinterziehung soll in Zukunft mit höheren Strafen geahndet werden: Schliessfach im Tresorraum einer Bank.
Steuerhinterziehung soll in Zukunft mit höheren Strafen geahndet werden: Schliessfach im Tresorraum einer Bank.
Keystone

Wer heute einen Teil seines Vermögens oder Einkommens zu deklarieren verpasst, wird in vielen Ländern von einem Strafgericht abgeurteilt. Er gilt als Steuerbetrüger. Nicht so in der Schweiz. Hier werden Personen, die den steuerpflichtigen Betrag «verkürzt» haben, vom Kanton einfach nur gebüsst. Sie gelten als Steuerhinterzieher. Diese Definition will der Bundesrat nun aufweichen. Schwere Steuerhinterziehung soll künftig als Verbrechen gelten. Als Grenze soll bei 600'000 Franken hinterzogener Gelder angesetzt werden. Die Banken müssten solche Kunden von sich aus als Geldwäschereifall melden.

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