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Streikführer ohne Bremse

Claus Weselsky, der Chef der deutschen Lokführergewerkschaft, bringt das Land gegen sich auf.

Die Boulevardzeitung «Bild» nennt ihn «den Bahnsinnigen». Andere haben ihn schon mit Syriens Diktator Assad verglichen – oder mit Chinas Revolutionsführer Mao. Gewiss ist: Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, strebt nicht danach, sich durch grosse Kompromissbereitschaft möglichst viele Freunde zu machen.

Im Gegenteil: Mit seinem jüngsten Coup bringt der 55-Jährige das ganze Land gegen sich auf. Fast 100 Stunden lang will er seine Lokführer streiken lassen. Seit gestern stehen die Güterzüge still. Ab heute soll auch im Personenverkehr kaum mehr etwas gehen. Erst am Montag wollen die Eisenbahner wieder in den Führerstand steigen. Die Deutsche Bahn (DB) rechnet damit, dass rund zwei Drittel der Züge ausfallen.

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