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Swatch zieht sich aus Steueroase Madeira zurück

Die Swatch Group verlegt ihre Filiale vom portugiesischen Steuerparadies Madeira in die Schweiz. Über die Atlantikinsel wickelte der Uhrenkonzern bisher den Grossteil des Europageschäfts ab – und zwar absolut steuerfrei.

Die Swatch Group müsste ab nächstem Jahr Steuern an die protugiesische Regierung abliefern: Eine überdimensionale Swatch Uhr steht in einem Verkehrskreisel in Grenchen.
Die Swatch Group müsste ab nächstem Jahr Steuern an die protugiesische Regierung abliefern: Eine überdimensionale Swatch Uhr steht in einem Verkehrskreisel in Grenchen.
Keystone

Die Swatch Group schliesst ihre Filiale im portugiesischen Madeira auf Ende Jahr und verlegt die Filiale in die Schweiz. Es sei richtig, dass alle Aktivitäten der «Swatch Group Europa - Sociedade Unipessoal» zusammengefasst und in der Schweiz weitergeführt würden, bestätigte heute Sprecherin Beatrice Howald gegenüber der sda einen entsprechenden Bericht der «Handelszeitung». Die Strukturanpassungen seien im Gang.

Swatch ist gemäss Handelszeitung derzeit mit einem Warenwert von fast 600 Millionen Euro der zweitgrösste Exporteur Madeiras. Der Abzug aus der Steueroase kommt allerdings nicht von ungefähr: Wo ausländische Gesellschaften auf Madeira bis anhin von den Steuern befreit waren, müssen sie ab nächstem Jahr vier Prozent ihrer Einnahmen dem portugiesischen Staat abliefern.

Bald sollen es sogar noch mehr werden. Die EU will das Tiefsteuerregime ganz eliminieren und hat im Hilfspaket für das schuldengeplagte Portugal bereits Massnahmen eingebaut, um dieses Ziel auch zu erreichen. Vom Umzug sind rund ein Dutzend Personen betroffen. Rund die Hälfte wird bei Swatch in der Schweiz weiter tätig sein.

SDA/wid

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