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Swiss benachteiligt Kunden aus der Schweiz

Wer mit Swiss von der Schweiz aus fliegt, hat Pech und muss auch weiterhin mit bis zu 30 Franken für die Bezahlung mit der Kreditkarte rechnen. Trotz neuer EU-Richtlinie.

Swiss hält an der Kreditkarten-Gebühr fest: Eine Boeing 777 der Swiss.
Swiss hält an der Kreditkarten-Gebühr fest: Eine Boeing 777 der Swiss.
Christian Beutler, Keystone
Wer beispielsweise von Frankfurt aus mit der Swiss fliegt, muss ab 2018 allerdings keine Gebühr zahlen.
Wer beispielsweise von Frankfurt aus mit der Swiss fliegt, muss ab 2018 allerdings keine Gebühr zahlen.
Steffen Schmidt, Keystone
Die Swiss wolle in der Schweiz erst nachziehen, wenn dies auch hier Rechtsgrundlage sei.
Die Swiss wolle in der Schweiz erst nachziehen, wenn dies auch hier Rechtsgrundlage sei.
Christian Beutler, Keystone
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Ab 2018 werden Kunden mit Flügen aus der Schweiz gegenüber Reisenden ab Deutschland benachteiligt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Eine neue EU-Richtlinie verbietet Aufschläge für Zahlungen mit Kreditkarten von Privaten in EU-Ländern. Deutschland wird die Regel Anfang 2018 umsetzen, andere Länder werden folgen. Die Lufthansa, die heute für Kartenzahlungen bei Flügen ab Deutschland noch Aufschläge verlangt, muss damit ab 2018 für Zahlungen mit Visa und Mastercard aufhören. Dasselbe gilt für ihre Tochter Swiss. Wer ab der Schweiz reist, hat Pech. Die Swiss will am Aufschlag für Schweizer Abflugsorte festhalten.

In der Schweiz finde die Zahlungsrichtlinie keine Anwendung, sagt eine Sprecherin. «Die Zahlungsgebühr wird in Abhängigkeit des Abflugorts berechnet und unabhängig davon, auf welcher Website der Kunde seinen Flug bucht.»

Swiss will erst mit Rechtsgrundlage handeln

Demnach zahlen Kunden für einen Flug Zürich-Frankfurt-Zürich Gebühren. Für Frankfurt-Zürich-Frankfurt fallen sie weg.

Die Swiss will offenbar erst auf staatlichen Zwang reagieren, nämlich dann, wenn auch die Schweiz solche Gebühren per Gesetz verbietet. «Sollte die Schweiz die Rechtsgrundlage der EU angleichen, müsste auch Swiss entsprechende Kostensenkungen vornehmen», sagt die Sprecherin.

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