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Swiss Life: Höherer Gewinn dank Sondereffekten

Ein miserables Finanzergebnis wegen Abschreibern hat das Halbjahresergebnis des Lebensversicherungskonzerns geprägt.

Unter Ausschluss von verkauften Konzernteilen sank der Reingewinn des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life von 425 Mio. auf 152 Mio. Franken. Der Verkauf der Geschäfte in den Niederlanden und Belgien sowie der Banca del Gottardo sorgte aber trotz schlechtem operativem Ergebnis für einen Rekordgewinn. So erzielte Swiss Life einen Reingewinn von 1,638 Mrd. Franken, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Diese Zahl vermochte die Anleger aber nicht zu blenden. Die Aktie des Versicherungskonzerns büsste heute Morgen rund 12 Prozent an Wert ein und sank um über 25 Franken.

Finanzergebnis 2,2 Milliarden tiefer

Das Gewinneinbruch sei hauptsächlich auf das um 2,2 Mrd. Fr. tiefere Finanzergebnis zurückzuführen, erläuterte Swiss-Life-Chef Bruno Pfister. Unter anderem musste der Lebensversicherer im Zuge der Finanzmarktturbulenzen wegen der Kreditkrise Abschreibungen von 1,2 Mrd. Fr. vornehmen.

Nur weil das schlechte Finanzergebnis teilweise durch eine Reduktion der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer kompensiert werden konnte, fiel der Gewinn nicht noch stärker zusammen.

Auch bei Prämien mehr erwartet

Halbwegs positiv fiel dagegen die Entwicklung der Prämieneinnahmen aus. So verzeichnete Swiss Life bei Prämien, Policengebühren und Einlagen aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen ein Wachstum von 5 Prozent.

Mit 10,88 Mrd. Fr. blieb aber auch dieser Wert unter den Erwartungen der Analysten. Zudem ist das Wachstum lediglich auf die ausländischen Märkte - namentlich in Frankreich sowie beim in Liechtenstein angesiedelten Geschäft für vermögende Privatkunden - zurückzuführen. In der Schweiz gingen die Prämieneinnahmen um 2 Prozent zurück. Für das laufende Jahr sprach Swiss Life zudem eine Gewinnwarnung aus.

SDA/vin

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