Swiss Life überrascht mit Gewinnsprung

Der Versicherer Swiss Life hat im letzten Jahr 5 Prozent mehr Gewinn gemacht. Einzig bei den Prämieneinnahmen erleidet der Konzern Einbussen.

Aktionäre dürfen sich auf höhere Dividende freuen: Der Sitz der Versicherungsgesellschaft Swiss Life in Zürich. (Archivbild)

Aktionäre dürfen sich auf höhere Dividende freuen: Der Sitz der Versicherungsgesellschaft Swiss Life in Zürich. (Archivbild) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Die vorwiegend im Geschäft mit Lebensversicherungen tätige Swiss-Life-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 ihre Profitabilität verbessern können. Der Konzern hat zwar weniger an Prämien eingenommen, unter dem Strich aber mehr verdient.

Der Reingewinn legte um 5 Prozent auf 926 Millionen Franken zu. Das bereinigte Betriebsergebnis konnte ebenfalls um 5 Prozent auf 1,402 Milliarden Franken gesteigert werden, wie Swiss Life heute bekannt gab. Die Neugeschäftsmarge lag mit 2,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,7 Prozent und der Wert des Neugeschäfts stieg um 10 Prozent auf 296 Millionen Franken.

Neuorientierung der Konzernstrategie

Die Prämieneinnahmen gingen um 8 Prozent auf 17,4 Milliarden Franken zurück. Swiss Life fährt das Geschäft mit der traditionellen Lebensversicherung, das angesichts des Niedrigzinsumfelds zunehmend weniger Ertrag abwirft, zurück und setzt immer stärker auf die Vermögensverwaltung und das Dienstleistungsgeschäft. Der Ertrag aus Kommissions- und Gebührenerlösen wuchs um 14 Prozent auf 396 Millionen Franken.

Der Versicherer hat mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Vom guten Ergebnis werden die Aktionäre profitieren: Die Dividende soll von 8,50 auf 11 Franken erhöht werden.

Arnold wechselt von Axa

Der 52-jährige Jörg Arnold wird auf Anfang Juli neuer Chef von Swiss Life in Deutschland und Mitglied der Konzernleitung der Swiss Life-Gruppe. Arnold löst Markus Leibundgut ab, der, wie bereits im Dezember kommuniziert, auf Anfang April zum CEO von Swiss Life Schweiz ernannt worden ist.

Arnold blicke auf eine über 26-jährige Karriere in der Versicherungsindustrie zurück, heisst es in der Medienmitteilung von Swiss Life. Derzeit ist Arnold beim französischen Axa Konzern als Global Head of Savings, Retirement & Distribution. tätig. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Köln trat Arnold 1991 als Assistent des Konzernchefs in die damalige Colonia Versicherung (heute Axa Gruppe) ein.

Swiss Life-Titel leicht im Plus

Die Aktien von Swiss Life sind nach der Bekanntgabe des Gewinnsprungs im Geschäftsjahr 2016 mit einem leichten Plus in den Handel gestartet. Gegen 10 Uhr notierten Swiss Life Namen um 1,3 Prozent höher. Der Gesamtmarkt (SMI) notierte derweil um 0,3 Prozent tiefer.

Analysten schrieben von sehr soliden Resultaten und unterstrichen die erreichten operativen Fortschritte, jedoch wurde am Markt mit dem Kursanstieg in den vergangenen Wochen bereits vieles davon vorweggenommen. Allein seit Anfang August letzten Jahres ist der Börsenwert des Lebensversicherungskonzerns um fast 50 Prozent gestiegen.

Fortschritte auf Kostenseite

In Stellungnahmen sprachen Analysten von einem überzeugenden Geschäftsgang im Schlussquartal. Sowohl beim Betriebsgewinn als auch beim Reingewinn seien im Jahresvergleich trotz rückläufiger Prämieneinnahmen Fortschritte erzielt und die Erwartungen übertroffen worden, so lautete der Tenor. Begrüsst werden insbesondere die auf der Kostenseite erzielten Fortschritte.

Positiv hervor gehoben wurde auch die Entwicklung im Lebensgeschäft, wo das Volumen zwar gesunken sei, die Neugeschäftsmarge aber auf über Erwarten gute 2,1 Prozent erhöht werden konnte. Positiv vermerkt wurde zudem die Dividendenerhöhung. (sep/sda)

Erstellt: 03.03.2017, 07:54 Uhr

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