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Swissair-Liquidation erzielt 29 Millionen Franken

Die Anfechtungsklagen im Fall Swissair sind vom Tisch. Im Sommer ist eine zweite Abschlagszahlung an die Gläubiger vorgesehen.

Hat nur noch im Museum einen Wert: Swissair-Maschine wird beim Umbau des Verkehrshauses Luzern verschoben.
Hat nur noch im Museum einen Wert: Swissair-Maschine wird beim Umbau des Verkehrshauses Luzern verschoben.
Keystone

Die Liquidation von SAirGroup und Swissair geht weiter. Insgesamt sind bei der Swissair 2010 Zahlungen von insgesamt rund 29,4 Millionen Franken eingegangen.

Wie dem veröffentlichten Zirkular des Swissair-Liquidators Wenger Plattner an die Gläubiger zu entnehmen ist, flossen 2010 unter anderem der Swissair Zahlungen des lokalen Liquidators in England von 2,3 Millionen Franken zu sowie 1,46 Millionen Franken vom Syndicat National des Agences de Voyages (SNAV).

Vergleich abgeschlossen

Im Rahmen einer weiteren Abschlagszahlung erhielt die Swissair auch eine weitere Dividendenzahlung von rund 11,4 Millionen Franken der SAirGroup Finance (NL). Und im Januar 2010 hat die Viktoria Lebensversicherung der Swissair ein Guthaben von rund 11,5 Millionen Franken ausbezahlt.

Mit dem Fonds zugunsten der Vorsorgeeinrichtungen der SAirGroup (FZVS) konnte im Sommer ein Vergleich abgeschlossen werden und FZVS erstattete der Swissair Beträge im Umfang von rund 2,4 Millionen Franken zurück.

Anfechtungsklagen erledigt

Alle von der Swissair eingeleiteten Anfechtungsklagen seien erledigt, stellt der Liquidator Karl Wüthrich fest. Noch ausstehend sei die Vollstreckung der in den Prozessen gegen die irische Flightlease und die Hong Kong Sinopec/Caosc zugunsten der Swissair ausgefallenen Urteile. Gemäss diesen wurde Flightlease zur Zahlung von 8 Millionen Franken verpflichtet und Hong Kong Sinopec/caosc zur Zahlung von 380'879 Dollar.

Insgesamt konnte nach Angaben des Liquidators nach Abzug der Kosten durch die Geltendmachung von Anfechtungsansprüchen ein Nettoergebnis von rund 37 Millionen Franken plus 22,5 Millionen Dollar erzielt werden.

Per Ende Jahr waren laut Zirkular verfügbare Aktiven von 443,422 (31.12. 2009: 421,8) Millionen Franken vorhanden. Für die Forderungen der 3. Klasse würde dies eine Maximaldividende von 15 Prozent bedeuten, sofern die noch hängigen Kollokationsklagen abgewiesen werden. Sollten dagegen alle Klagen gutgeheissen und alle ausgesetzten Forderungen anerkannt werden, betrage die Minimaldividende 11,9 Prozent.

Zivilklagen noch nicht vom Tisch

Da mit der ersten Abschlagszahlung bereits 2 Prozent ausbezahlt wurden, beträgt die noch zu erwartende zukünftige Nachlassdividende deshalb zwischen 9,9 und 13 Prozent. Im weiteren Verlauf des Verfahrens gehe es darum, den Kollokationsplan weiter zu bereinigen und die noch vorhandenen Aktiven, insbesondere die Liegenschaften im Ausland, zu liquidieren, stellt der Liquidator fest.

Ausserdem würden die Liquidationsorgane die Abklärungen betreffend Verantwortlichkeitsansprüchen abschliessen und allenfalls unter der neuen Zivilprozessordung Klagen einleiten. Schliesslich soll das Inkasso der Guthaben vorangetrieben werden.

SDA/miw

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