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Swissmetal verhandelt hinter verschlossenen Türen

Die Krise beim Kupferprodukte-Hersteller Swissmetal zieht sich hin. Das in Zahlungsschwierigkeiten steckende Unternehmen spricht weiter mit den Banken, wie Swissmetal am Abend bekannt gab.

Die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Banken wird die Swissmetal voraussichtlich erst am Donnerstag oder Freitag verkünden, wie eine Swissmetal-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Swissmetal hatte am Montag die Produktion im solothurnischen Dornach unterbrechen müssen. 246 Arbeiter und weitere Temporärangestellte wurden nach Hause geschickt.

Die Maschinen stehen still, weil eine Bank das Metalllager zur Kreditsicherung hatte schliessen lassen. Nun verhandelt die Swissmetal-Führung mit den Banken, um sich aus der misslichen Lage zu befreien. Am zweiten Schweizer Standort von Swissmetal in bernjurassischen Reconvillier mit rund 120 Angestellten wird weiterhin produziert.

Führungswechsel

Swissmetal hat finanzielle Probleme: Im letzten Geschäftsjahr fiel ein Verlust von 21,9 Millionen Franken an - es war der dritte Jahresverlust in Folge. Ende Jahr verfügte Swissmetal über liquide Mittel von nur knapp 1,9 Millionen Franken. Das Unternehmen hat unter anderem einen Bankkredit von knapp 25 Millionen Franken in seinen Büchern.

Seit letzter Woche ist beim Unternehmen eine neue Führungsmannschaft am Ruder. An der Generalversammlung wurde der Verwaltungsrat komplett ausgewechselt. Das neu besetzte Gremium setzte Unternehmenschef Olaf Schmidt- Park ab und übergab die Geschäftsführung dem VR-Delegierten Patrick Huber-Flotho. Verwaltungsratspräsident ist jetzt Martin Hellweg, der das Unternehmen von 2003 bis 2009 geleitet hatte.

Grösster Aktionär von Swissmetal ist der Hedge Fund Laxey. Diese britische Investoren wollen ihr Aktienpaket von rund 33 Prozent (Ende 2010) allerdings verkaufen.

SDA/pbe

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