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Thiam ist bereits angezählt

Ohne Umdenken bei der Credit Suisse ist das Risiko eines Krisenfalls mit ungewissem Ausgang gross.

Noch ist es kein Jahr her, als die Credit Suisse Tidjane Thiam ankündigte. Er kam als Hoffnungsträger, und männiglich hoffte, dass die seit Jahren gelähmte Bank endlich in Schwung komme. Doch ein Absturz von 11 Prozent an der Börse an ­einem Tag – das erinnert an die UBS in Krisenzeiten oder an die Swissair kurz vor dem Grounding, nicht an Hoffnung.

Dass die CS im letzten Quartal fast 6 Milliarden verlor, ist nicht Thiam anzulasten. Der Grossteil des Verlusts geht auf die Fehlinvestition von Lukas Mühlemann im Jahr 2000 zurück. Er kaufte die Investmentbank DLJ zu einem wahnwitzigen Preis von 20 Milliarden Franken. Doch seither sind 16 Jahre vergangen, und die CS-Chefs hätten erkennen müssen, dass nicht nur der Zukauf in Amerika, sondern auch die ­dahintersteckende Strategie ein Riesenfehler war.

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