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UBS investiert in die Investmentbanker

Die Lohnschere bei der UBS öffnet sich: Während die Löhne in der Schweiz für die Banker im Bereich Vermögensverwaltung sinken, erhalten Investmentbanker deutlich mehr Geld. Das sorgt für Unmut.

Bei den Angestellten im Bereich Vermögensverwaltung sollen die Löhne sinken: Paradeplatz mit der Grossbank UBS.
Bei den Angestellten im Bereich Vermögensverwaltung sollen die Löhne sinken: Paradeplatz mit der Grossbank UBS.
Keystone

Bei der UBS öffne sich die Lohnschere und die Verlierer seien die Angestellten in der Schweiz, schreibt die Zeitung «Sonntag»: Pro Mitarbeiter seien 2010 durchschnittlich acht Prozent tiefere Personalkosten veranschlagt als letztes Jahr – nämlich 173 300 Franken worin der Bonus enthalten ist. Dies betreffe die 27 600 Angestellten im Bereich Vermögensverwaltung und Swiss Bank, wie Hochrechnungen des Blattes Quartalsberichte zeigen.

Gegenläufig sei die Entwicklung im Investmentbanking, das typischerweise in London oder New York abgewickelt werde. Hier werde die UBS dieses Jahr pro Mitarbeiter satte 21 Prozent mehr aufwenden: Durchschnittlich 430 000 Franken für jeden der 17 000 Angestellten – das entspricht einem Bundesratslohn und ist zweieinhalbmal so viel wie bei den UBS-Leuten im Schweizer Geschäft. Die Bank begründet dies damit, dass zuletzt wegen tieferer Boni zahlreiche Investmentbanker zur Konkurrenz gewechselt hätten, die mit höheren Entschädigungen lockt.

In der Schweiz, wo Vorgesetzte diese Woche die ersten Formulare für die Bonus-Verteilung ausgefüllt haben, sorgt die Entwicklung für Unmut. Das Schweizer Geschäft blieb auch in der grössten Krise auf Kurs, während das Investmentbanking einen Verlust von 50 Milliarden Franken verursachte. «Jetzt leben sie dort schon wieder in Saus und Braus», sagt ein Zürcher UBS-Mitarbeiter.

Höhere Bar-Limite

Da UBS-Konzernchef Oswald Grübel im Investmentbanking mehr Gas geben wolle, versuche er auch, entsprechende Anreize zu setzen. Die UBS setze sich laut der Zeitung «Sonntag» bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) dafür ein, dass die Bank mehr Boni bar auszahlen dürfe. Bislang gilt eine Bar-Limite von 1 Million Dollar pro Mitarbeiter.

In der «Financial Times» klagte ein UBS-Banker, die «tiefen» Bar-Auszahlungen würden es schwierig machen, fixe Ausgaben zu bezahlen, etwa für Hypozinsen oder die Privatschule der Kinder. Hinzu kommen die Steuern: Viele Banker müssen sich für den Fiskus verschulden.

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