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UBS mit einem Reingewinn von 1,8 Milliarden Franken

Die Schweizer Grossbank schreibt im ersten Quartal schwarze Zahlen. Das Resultat entspricht genau den Erwartungen der Analysten. Positiv überrascht hat die UBS bei der Zunahme an Kundengeldern.

Der Reingewinn beträgt 18 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode, aber 7 Prozent mehr als im vierten Quartal 2010. Die Nettoneugelder erreichten 22,3 Milliarden Franken, verglichen mit 7,1 Milliarden im Schlussquartal 2010, wie die UBS am Dienstag mitteilt. Beim Reingewinn und dem Vorsteuergewinn kommen die Ergebnisse einer Punktlandung mit Bezug auf die Erwartungen der Analysten gleich.

Netto flossen der UBS aber von Januar bis März 22,3 Milliarden Franken an Neugeldern zu, verglichen mit 7,1 Milliarden im vierten Quartal 2010, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit knapp 11 Milliarden Franken gerechnet. Konzernchef Oswald Grübel zeigte sich erfreut, denn die Zuflüsse zeigten, dass «uns die Kunden wieder ihr Vertrauen schenken». Es handelt sich um den grössten Nettoneugeldzufluss seit die UBS wegen den Milliardenverlusten in der Finanzkrise und dem Steuerstreit in den USA erhebliche Abgänge verzeichnet hatte.

Allein im Vermögensverwaltungsgeschäft flossen der Bank netto 11,1 Milliarden Franken zu. Vor allem Privatkunden aus Asien und Schwellenländern brachten Gelder zur Bank, ebenso einige Superreiche. In Europa verzeichnete die UBS dagegen weitere Geldabflüsse im grenzüberschreitenden Geschäft.

Zunahme in Amerika

Das Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft konnte die Nettoneugelder gegenüber dem Schlussquartal 2010 hingegen von 1,1 aus 2,2 Milliarden Franken verdoppeln. In Amerika erhöhten sich die Nettoneugelder der Vermögensverwaltung auf 3,6 Milliarden Franken.

Stark expandierte auch das weltweite Asset Management, die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden. Die Nettoneugelder kletterten hier von 1,0 Milliarden auf 5,6 Milliarden Franken. Die gesamten von der UBS verwalteten Vermögen stiegen um 2 Prozent auf 2,198 Billionen Franken. Belastend wirkte dabei der gesunkene Dollar, werden doch viele Anlagen in der US-Währung gehalten.

Volatile Investmentbank

Der Vorsteuergewinn des UBS erreichte 2,2 Milliarden Fr. nach 1,2 Milliarden Franken im vierten Quartal 2010. Der höhere Geschäftsertrag sei gestiegenen Erträgen aus dem Handelsgeschäft zu verdanken, besonders der Investmentbank, die den Vorsteuergewinn von 100 Millionen Dollar im Schlussquartal 2010 auf 608 Millionen Franken steigerte.

Gesunken sind hingegen die Erträge aus Gebühren und Kommissionen. Zudem zahlte die UBS wieder Steuern von 426 Millionen Franken, nachdem im Vorquartal eine Steuergutschrift von 469 Millionen Franken angefallen war. Der Personalaufwand erhöhte sich wegen höherer Boni gegenüber dem Vorquartal konzernweit um 17 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken. Allein bei der Investmentbank stiegen die Kosten für die Entlöhnung der Mitarbeiter um fast die Hälfte auf 1,9 Milliarden Franken. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres fiel der Personalaufwand der UBS aber 3 Prozent tiefer aus.

Die Ergebnisse der UBS fielen insgesamt schlechter aus als vor einem Jahr, weil damals allein das volatile Investmentbanking dank der zurückgekehrten Euphorie an den Finanzmärkten und billigem Geld der Notenbanken einen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken erzielt hatte.

Umzugsdrohung bleibt

Zum Ergebnisausblick blieb die UBS vage. Sie zeigte sich zuversichtlich, auf den bisher erzielten Fortschritten aufbauen zu können. In einer Telefonkonferenz erklärte Finanzchef John Cryan auf Anfrage, das Mittelfristziel eines Vorsteuer-Jahresgewinnes von 15 Milliarden Franken bleibe unverändert.

Die Bank kläre aber ab, welche strategischen und organisatorischen Konsequenzen sie aus dem vom Bundesrat vergangene Woche vorgeschlagenen neuen Bankengesetz mit schärferen Kapitalauflagen ziehen solle. Es sei aber zu früh, Antworten geben zu können. Konzernchef Grübel hatte bereits früher gedroht, Teile der UBS ins Ausland zu verlagern.

SDA/mdm

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