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UBS muss in den USA vor Gericht

Wegen möglichen Betrugs bei US-Hypothekarpapieren ist das Schweizer Geldhaus angeklagt. Es handelt sich um Fälle von 2005 bis 2007.

UBS-Filiale in New York: Antraben vor der amerikanischen Justiz. (Keystone/Symbolbild)
UBS-Filiale in New York: Antraben vor der amerikanischen Justiz. (Keystone/Symbolbild)

Die UBS muss sich in einem Fall von mutmasslichem Betrug bei Wertpapiergeschäften am amerikanischen Immobilienmarkt vor der Finanzkrise vor Gericht verantworten. Eine US-Bundesrichterin wies am Dienstag einen Antrag der Bank auf Abweisung einer Klage der amerikanischen Regierung zurück. In dieser wird dem grössten Schweizer Geldhaus vorgeworfen, «katastrophale» Anlegerverluste mit Hypothekenverbriefungen – sogenannten Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) – verursacht zu haben.

Bezirksrichterin Margo Brodie in Brooklyn, New York, erklärte, das Justizministerium habe ausreichend geltend gemacht, dass die UBS von 2005 bis 2007 in betrügerischer Absicht oder leichtsinnig gegenüber Anlegern handelte. Diese hatten Wertpapiere gekauft, die durch mehr als 41 Milliarden Dollar Subprime- und andere riskante Kredite besichert waren. Ein Anwalt der UBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Regierung hat sich in ihrer Klage vom November 2018 nicht auf eine Entschädigungssumme festgelegt, allerdings erklärt, dass Investoren «viele Milliarden Dollar verloren haben».

Es ist einer der letzten anhängigen Fälle dieser Art – zahlreiche grosse US-amerikanische und europäische Banken haben ähnliche Verfahren inzwischen beigelegt. Das Geschäft mit der Verbriefung von risikoreichen und schlechten Krediten in Wertpapieren gilt als eine der Hauptursachen der Finanzkrise.

(SDA)

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