UBS und CS bestehen US-Bankenstresstest

Die US-Töchter der zwei Schweizer Grossbanken haben die Auflagen der amerikanischen Notenbank erfüllt. Im Gegensatz zur Deutschen Bank.

Die US-Notenbank Fed hat keine Einwände gegen den Kapitalplan 2018 der US-Töchter von UBS und CS. (Archiv)

Die US-Notenbank Fed hat keine Einwände gegen den Kapitalplan 2018 der US-Töchter von UBS und CS. (Archiv) Bild: Andrew Harnik/Keystone

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Die US-Töchter der zwei Schweizer Grossbanken erfüllen mit ihrem Kapitalplan die Auflagen der US-Notenbank Fed. Diese habe keine Einwände gegen den Kapitalplan 2018 geäussert, teilte die CS-Tochter Credit Suisse Holdings (USA) am Donnerstagabend anlässlich des jährlichen Banken-Stresstest des Fed mit.

Der Kapitalplan beinhalte Auszahlungen an die Muttergesellschaft CS für vier Quartale ab dem dritten Quartal 2018 bis Ende des zweiten Quartals 2019, heisst es in der Mitteilung. Die Nachricht zeige, dass die CS signifikante Fortschritte auf ihr Ziel eines robusten, widerstandsfähigen und gut kapitalisierten US-Geschäfts gemacht habe, wird CS-CEO Tidjane Thiam in der Mitteilung zitiert.

Auch die UBS-Tochter Americas Holdings LLC bestand den Fed-Check. Die UBS begrüsste in einer Stellungnahme die Ergebnisse. Die Bank bestätigte ihren Plan zur Kapitalrückführung an die Aktionäre. Die UBS sei mit einem verlustabsorbierenden Kapital von 80 Milliarden Franken eine der am stärksten kapitalisierten Banken in der Vergleichsgruppe.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich jüngst kritisch zu den Plänen der Grossbanken geäussert, wieder mehr Geld an die Aktionäre ausschütten zu wollen. In ihrem Finanzstabilitätsbericht betonte sie, es müssten alle Teile der «Too big to fail»-Gesetzgebung erfüllt werden.

Deutsche Bank durchgefallen

Die US-Notenbank zeigte sich insgesamt mit den Kapitalplänen von 34 der geprüften Banken zufrieden. Durchgefallen beim Kapitalplan-Check ist einzig der amerikanische Ableger der Deutschen Bank. Das war bereits erwartet worden. Die Aufseher bemängelten «erhebliche Schwächen». Den Stresstest bedingt bestanden haben Goldman Sachs, Morgan Stanley und die State Street Corporation. Goldman Sachs und Morgan Standley etwa dürfen ihre Dividenden und Aktienrückkäufe zunächst nicht erhöhen.

Den ersten Teil des Stresstests, bei der die Kapitalausstattung anhand simulierter Krisenszenarien getestet wird, hatten alle geprüften Banken gemeistert. Die nun veröffentlichten Resultate des zweiten Teils wurden aber mit grösserer Spannung erwartet. Bei diesem Teil der Prüfung ging es vor allem um die internen Kontrollen und das Risikomanagement. (sep/sda)

Erstellt: 29.06.2018, 08:24 Uhr

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